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Israelische Eliteeinheit begehrt gegen Benjamin Netanjahu auf

Protest gegen Gaza-Politik  

Israelische Eliteeinheit begehrt gegen Netanjahu auf

13.09.2014, 10:05 Uhr | dpa, AFP

Israelische Eliteeinheit begehrt gegen Benjamin Netanjahu auf. Ein israelischer Soldat an der Grenze zum Gazastreifen. (Quelle: Reuters)

Ein israelischer Soldat an der Grenze zum Gazastreifen. (Quelle: Reuters)

Dutzende Reservisten einer Eliteeinheit des israelischen Militärgeheimdienstes wollen künftig nicht mehr in der Einheit dienen. Grund seien die "Übergriffe" auf die Palästinenser, heißt es in einem Brief an Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, der in Teilen von der israelischen Zeitung "Jediot Ahronot" veröffentlicht wurde.

Konkret richtet sich der Protest der 43 Reservisten gegen das Vorgehen des Militärgeheimdienstes in den besetzten Palästinensergebieten, darunter gezielte Tötungen und die bis in die Intimsphäre palästinensischer Zivilisten reichende Überwachung. Die Einsätze ermöglichten zudem politische Verfolgung und spalteten die palästinensische Gesellschaft durch das Anwerben von Informanten.

Sie wollten "nicht länger in diesem System dienen, das die Rechte von Millionen Menschen verletzt", schreiben die Reservisten dem Blatt zufolge in dem Brief. "Wir rufen alle Soldaten, die in der Einheit dienen oder dienen werden, und alle israelischen Bürger dazu auf, ihre Stimme gegen diese Verstöße zu erheben und diesen ein Ende zu setzen."

Reservisten drohen Haftstrafen

Die Autoren des Briefes gehören demnach der Eliteeinheit 8200 an, die eng mit den israelischen Sicherheitsdiensten zusammenarbeitet und oft mit dem US-Geheimdienst NSA verglichen wird. Er wurde neben anderen von einem Major, zwei Hauptleuten und einem Leutnant unterzeichnet. Die vollen Namen wurden aber nicht genannt.

Die Reservisten kündigten in dem Brief an, ihrer jährlichen Einberufung nicht mehr nachzukommen, wodurch ihnen Haftstrafen drohen. Alle israelischen Männer müssen nach der Schulzeit drei Jahre Wehrdienst leisten, Frauen zwei Jahre.

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