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Nahe Portugal: Nato-Kampfjets fangen Bomber aus Russland ab

Erneute Provokation  

Nato-Kampfjets fangen wieder russische Bomber ab

01.11.2014, 10:45 Uhr | rtr, AFP, t-online.de

Nahe Portugal: Nato-Kampfjets fangen Bomber aus Russland ab. Russische Langstreckenbomber des Typs Tupolew Tu-95 wurden nahe Portugal gesichtet (Quelle: AFP)

Russische Langstreckenbomber des Typs Tupolew Tu-95 wurden nahe Portugal gesichtet (Quelle: AFP)

Erneut haben russische Militärflugzeuge die Nato mit provokanten Manövern zum Eingreifen gezwungen. Nahe Portugal sind F-16-Kampfjets aufgestiegen, um die zwei russischen Maschinen aufzuhalten. Das teilte das portugiesische Verteidigungsministerium mit. Demnach geschah der Einsatz im Rahmen der Nato-Luftraumüberwachung.

"Das System hat wieder funktioniert", sagte der portugiesische Verteidigungsminister José Pedro Aguiar-Branco laut "Spiegel Online". Das Abfangen nicht identifizierter Flugzeuge, die sich dem Luftraum der Nato-Staaten nähern, gehört zum Standardvorgehen bei der gemeinsamen Luftraumüberwachung.

Die russische Botschaft in Lissabon erklärte hingegen, die russischen Flieger hätten sich ausschließlich in internationalem Luftraum bewegt. Laut Medienberichten soll es sich bei den russischen Maschinen um Langstreckenbomber des Typs Tupolew Tu-95 gehandelt haben, die bei Bedarf mit Nuklearwaffen bestückt werden können.

Zweite Provokation innerhalb weniger Tage

Erst am Mittwoch hatte die Allianz von "umfangreichen" russischen Luftmanövern mit Langstreckenbombern, Kampfjets und Tankflugzeugen berichtet. Am Dienstag und Mittwoch seien vier Verbände mit insgesamt 26 russischen Kampfflugzeugen über Nord- und Ostsee, dem Atlantik und dem Schwarzen Meer abgefangen worden. Teilweise hatten sich die Flugzeuge nicht angemeldet, gaben keine Transpondersignale für die zivile Luftraumüberwachung ab und waren auch nicht per Funk zu erreichen.

Zum zweiten Mal in drei Tagen testete Moskau zudem eine mit Atomsprengköpfen bestückbare Interkontinentalrakete.

Die Beschwerde der Nato zu dem Zwischenfall unter der Woche kam per Pressemitteilung: Man verzeichne ein "ungewöhnliches Ausmaß" an russischer Aktivität, hieß es darin. Binnen zwei Tagen hatte sich gleich ein russisches Großaufgebot von 26 Langstreckenbombern, Tankern und Kampfjets aus allen Himmelsrichtungen Europa genähert.

Verhaltensmuster des Kalten Krieges reaktiviert

Das war dann doch zu viel - und die Europäer ziehen allmählich die Konsequenzen daraus. Polen will langfristig mehr Truppen an seiner Ostgrenze stationieren, in Skandinavien und Osteuropa steigt nach Aussage der Industrie die Nachfrage nach Panzern. Und Deutschland macht sich angesichts maroden Wehrmaterials Gedanken um die Landesverteidigung - Verhaltensmuster, die stark an Zeiten des Kalten Krieges erinnern.

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