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Kobane-Verteidiger melden Erfolge gegen Islamischer Staat

Islamischer Staat  

Kobane-Verteidiger melden Erfolge gegen IS

05.11.2014, 14:18 Uhr | dpa

Kobane-Verteidiger melden Erfolge gegen Islamischer Staat. Kurdische Kämpfer feuern mit schweren Maschinengewehren auf IS-Stellungen westlich von Kobane (Quelle: Reuters)

Kurdische Kämpfer feuern mit schweren Maschinengewehren auf IS-Stellungen westlich von Kobane (Quelle: Reuters)

Die Verteidiger der syrischen Stadt Kobane haben die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) nach eigenen Angaben in einigen Vierteln zurückgeschlagen. Im Westen Kobanes hätten sie drei kleine Orte eingenommen, die unter Kontrolle der Extremisten standen, sagte Kurden-Sprecher Idriss Nassan. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete, die Kurden seien im westlichen Teil der Stadt vorgerückt.

Laut dem Kurden-Sprecher half Artilleriefeuer der kurdischen Peschmerga-Kämpfer aus dem Nordirak dabei, Nachschubwege des IS zu unterbrechen. Ende vergangener Woche waren rund 150 von ihnen aus dem Nordirak mit schweren Waffen in der Stadt eingetroffen, um die Verteidiger gegen den IS zu unterstützen. Auch die USA und ihre arabischen Verbündeten bombardieren immer wieder IS-Stellungen in Kobane.

Die IS-Extremisten versuchen seit Wochen, die vor allem von Kurden bewohnte Stadt an der türkischen Grenze einzunehmen. Sie kontrollieren das Umland von Kobane und belagern die Stadt von drei Seiten. Die Einnahme der Stadt wäre für den IS vor allem symbolisch ein großer Erfolg, da selbst internationale Unterstützung für die Kurden die Eroberungen nicht hätte stoppen können.

Die syrischen Menschenrechtsbeobachter meldeten zudem Erfolge der Kurden rund 180 Kilometer östlich von Kobane. In der Nähe der Stadt Ras al-Ain an der Grenze zur Türkei hätten sie sechs Dörfer eingenommen, die bis dahin unter IS-Herrschaft standen. Das Gebiet im Nordosten Syriens liegt wie Kobane in einer Enklave unter Kontrolle von Kurden.

USA sehen Fortschritte durch Luftangriffe

Das US-Verteidigungsministerium sieht nach knapp drei Monaten Luftangriffen bedeutende Fortschritte im Kampf gegen die IS-Miliz. Die ständigen Bombardierungen hätten die Extremisten erheblich geschwächt. Zudem falle es dem IS zunehmend schwer, seinen Nachschub sicherzustellen, sagte Sprecher John Kirby. Es liege aber noch ein weiter Weg vor den USA und ihren Verbündeten.

Aleppo nächstes Ziel des IS?

Der UN-Sondergesandte für Syrien, Staffan de Mistura, warnte zugleich, IS-Kämpfer marschierten auf Aleppo zu. Das sei die Gelegenheit, Orte wie Aleppo zu retten, sagte er dem US-Sender CNN. Die Kämpfe zwischen syrischer Armee und Rebellen müssten eingestellt werden, um gegen den IS vorzugehen.

Teile Aleppos stehen unter Kontrolle gemäßigterer Regimegegner. Sie sind dort zuletzt unter starken Druck der Regierungstruppen geraten. Frankreichs Außenminister Laurent Fabius hatte zuletzt zur Unterstützung der syrischen Opposition in Aleppo aufgerufen.

Unterdessen schickt Großbritannien nach einem Zeitungsbericht Offiziere nach Bagdad, um irakische Soldaten zur Bekämpfung des IS auszubilden. Die Militärs sollten gemeinsam mit US-Soldaten die irakischen Streitkräfte beraten und trainieren, berichtete die "Times". Auch in die kurdischen Gebiete im Norden des Landes könnten demnach Ausbilder geschickt werden.

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