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Moskaus Balkan-Strategie alarmiert die Bundesregierung

Aggressive antiwestliche Politik  

Moskaus Balkan-Strategie alarmiert die Bundesregierung

16.11.2014, 18:38 Uhr | t-online.de

Moskaus Balkan-Strategie alarmiert die Bundesregierung. Der russische Präsident Wladimir Putin versucht angeblich Serbien und Bosnien-Herzegowina stärker an Moskau zu binden. (Quelle: dpa)

Der russische Präsident Wladimir Putin versucht angeblich Serbien und Bosnien-Herzegowina stärker an Moskau zu binden. (Quelle: dpa)

Die Bundesregierung ist alarmiert über eine aggressive antiwestliche Politik Russlands auf dem Balkan. Das geht aus einem vertraulichen Papier des Auswärtigen Amtes hervor, das dem "Spiegel" vorliegt. "RUS misst westlichem Balkan strategische Bedeutung zu“, heißt es einem Vorabbericht des Nachrichtenmagazins zufolge in der Analyse des Auswärtigen Amtes unter der Überschrift "Einfluss Russlands in Serbien".

Moskau versuche demnach, über die enge militärische Zusammenarbeit und Gaslieferungen Serbien enger an sich zu binden.

"Strategisch umfassendes Vorgehen"

"Das Ziel Putins ist, Balkanstaaten so unter Druck setzen zu können, dass sie entweder von einer EU-Mitgliedschaft Abstand nehmen oder als Mitglied EU-Beschlüsse prorussisch beeinflussen“, zitiert der "Spiegel" den CDU-Europapolitiker Elmar Brok. "Das ist Teil eines strategisch umfassenden Vorgehens Russlands, um die Länder politisch und vor allem wirtschaftlich zu unterwandern.“

Dem Bericht zufolge gehe Russland in Bosnien-Herzegowina nach Einschätzung Berlins ähnlich vor. "Man hat den Eindruck, dass Russland versucht, über die serbische Teilrepublik Srpska Einfluss auf ganz Bosnien-Herzegowina zu gewinnen", wird Landwirtschaftsminister Christian Schmidt zitiert, der kürzlich im Auftrag der Kanzlerin dort unterwegs war. "Das erschwert auch den Weg des Nachbarstaats Serbien in die EU."

Berlin sucht nach Antwort

Die Bundesregierung tut sich demnach schwer, eine Antwort auf das russische Vorgehen zu finden. "Wir können in keinen Bieterwettbewerb eintreten", sagte der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Michael Roth. Man müsse den Staaten auf dem Balkan immer wieder klarmachen, "dass ein Beitritt zur EU in ihrem Interesse liegt.“

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