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Irak: IS-Gouverneur von Mossul bei Luftangriff getötet

Nur wenige Tage im Amt  

IS-Gouverneur von Mossul bei Luftangriff getötet

26.12.2014, 10:53 Uhr | t-online.de, dpa

Irak: IS-Gouverneur von Mossul bei Luftangriff getötet. Eine internationale Allianz gegen IS fliegt seit September massive Luftangriffe gegen Stellungen der Dschihadisten. (Quelle: dpa)

Eine internationale Allianz gegen IS fliegt seit September massive Luftangriffe gegen Stellungen der Dschihadisten. (Quelle: dpa)

Die irakische Stadt Mossul gehört zu den Hochburgen des Islamischen Staates (IS). Wie der US-Sender CNN unter Berufung auf die irakische Polizei berichtet, ist nun bei einem Luftangriff der Alliierten der IS-Gouverneur der Stadt getötet worden. Er hatte das Amt erst seit wenigen Tagen inne. Auch sein Vorgänger war bei einem Luftschlag ums Leben gekommen.

Laut CNN wurde Hassan Hassan Saeed Al-Jabouri, auch bekannt als Abu Taluut, etwa 18 Kilometer südlich von Mossul tödlich verletzt. Sein Vorgänger, Radwan Taleb Al-Hamdouni, war nach Informationen aus US-Sicherheitskreisen Anfang des Monats getötet worden.

Die IS-Miliz hatte die zweitgrößte Stadt im Irak im Juni eingenommen und dann im Westen und Norden fast ein Drittel des Landes erobert.

Vorbereitungen für Offensive im neuen Jahr

US-Medienberichten zufolge soll im Frühjahr eine Offensive gegen IS-Stellungen in Mossul und im Westen des Irak beginnen.

Demnach werden derzeit Waffen und Militärfahrzeuge aus Afghanistan nach Kuwait verlagert, um sie an die irakische Armee und an Peschmerga-Kämpfer weiterzuleiten.

Dem deutschen Journalisten Jürgen Todenhöfer war es im Dezember gelungen, einen Einblick in den Machtbereich des IS in Mossul zu erhalten. In einem Interview mit CNN sagte Todenhöfer, in der Stadt "herrscht ein grausiger Anschein von Normalität". Obwohl Hunderttausende geflohen und viele ermordet worden seien, funktioniere die Stadt.

"Atmosphäre der Angst"

"Die Menschen mögen tatsächlich die Stabilität, welche ihnen der Islamische Staat gebracht hat." Allerdings gibt Todenhöfer zu, dass die Regentschaft der Dschihadisten vor Ort auf einer Atmosphäre der Angst gebaut sei.

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