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Wladimir Putin soll Maidan-Protesten Gewaltanwendung gefordert haben

Beim Aufstand auf dem Maidan  

Putin soll Gewaltanwendung gefordert haben

24.01.2015, 19:41 Uhr | t-online.de

Wladimir Putin soll Maidan-Protesten Gewaltanwendung gefordert haben. Der gestürzte ukrainische Staatschef Viktor Janukowitsch berät sich im Dezember 2013 mit Russlands Staatschef Wladimir Putin. (Quelle: imago/Itar-Tass)

Der gestürzte ukrainische Staatschef Viktor Janukowitsch berät sich im Dezember 2013 mit Russlands Staatschef Wladimir Putin. (Quelle: imago/Itar-Tass)

Der russische Präsident Wladimir Putin soll den damaligen ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch zu Gewaltanwendung gegenüber Aufständischen aufgefordert haben. Putin habe Janukowitsch massiv gedrängt, den Aufstand in Kiew im Februar 2014 gewaltsam niederzuschlagen.

Das behaupten laut einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS) der frühere polnische Außenminister Radoslaw Sikorski und der ukrainische Ministerpräsident Arsenij Jazenjuk. Gegenüber der Zeitung hat Sirkowski gesagt, er wisse aus "nichtöffentlichen Quellen", dass Putin Janukowitsch damals telefonisch unter Druck gesetzt habe, "richtig hart" durchzugreifen und den Aufstand "niederzuschlagen". Dazu sagte Jazenjuk: "Ich habe das Gefühl, das ist wahr."

Jazenjuk richtet schwere Vorwürfe an Russland

Er gehe davon aus, dass der plötzliche Abzug der Wachmannschaften von den Regierungsgebäuden damals nur zum Teil eine Folge panischer Selbstauflösung war. Vielmehr sei der Abzug bewusst inszeniert worden, um die Opposition in eine Falle zu locken. Jazenjuk erhebt in diesem Zusammenhang weitere schwere Vorwürfe gegen Russland.

"Die Idee war, dass die Menge dann das Parlament und die Präsidialkanzlei anzünden würde", sagte Jazenjuk der "FAS". "Ich will nicht übertreiben, aber so wie ich die Russen kenne, war die Idee sogar, die besuchenden Außenminister in Gefahr zu bringen."

Einen Tag, bevor Janukowitsch aus Kiew flüchtete, gastierten die Außenminister von Deutschland (Frank-Walter Steinmeier), Frankreich (Laurent Fabiu) und Polen (Radoslaw Sikorski) zu Gesprächen mit Regierung und Opposition in der ukrainischen Hauptstadt.

Janukowitsch soll Todesangst gehabt haben

Ein solcher Exzess hätte es Janukowitsch nach Darstellung Jazenjuks erlaubt, von außerhalb gewaltsam gegen die Masse vorzugehen. "Die Idee war, zu zeigen, dass dies ein echter Putsch war." Doch die Opposition tappte nicht in die Falle.

Ein Vertrauter Janukowitschs erzählte der "FAS", dieser sei kurz nach seiner Flucht überzeugt gewesen, die Opposition werde nach ihm suchen und "ihn umbringen"

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