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Jordanien fliegt Großangriff auf IS: "Bis sie eliminiert sind"

"Bis sie eliminiert sind"  

Jordaniens Luftwaffe fliegt Großangriff gegen IS

06.02.2015, 09:22 Uhr | AP, AFP, dpa

Jordanien fliegt Großangriff auf IS: "Bis sie eliminiert sind". Ein Kampfjet der jordanischen Luftwaffe hebt zum Angriff auf den IS ab. (Quelle: dpa)

Ein Kampfjet der jordanischen Luftwaffe hebt zum Angriff auf den IS ab. (Quelle: dpa)

Mit Dutzenden Kampfjets gegen den Islamischen Staat (IS): Nach der brutalen Verbrennung eines ihrer Piloten flog die jordanische Luftwaffe einen Großangriff auf die Terrormiliz und bombardierte Ausbildungszentren und Waffenlager in Syrien, teilte die Armee mit. "Alle Ziele" seien zerstört worden. Unterdessen sind bei Luftangriffen der internationalen Koalition in Syrien 13 IS-Terroristen ums Leben gekommen.

Eines der Ziele der jordanischen Luftwaffe sei die IS-Hochburg Al-Rakka gewesen, sagte König Abdullah II. In deren Nähe war der Pilot im Dezember gefangen genommen worden. Erstmals attackierte das jordanische Militär zudem IS-Ziele im Irak, berichtete Außenminister Nasser Dschudeh.

Zuvor hatte Abdullah angekündigt, sein Land werde mit voller Härte gegen den IS vorgehen, "weil diese Terrororganisation nicht nur gegen uns kämpft, sondern auch gegen den Islam und seine reinen Werte". Sie sollten nun gezielt in ihren Hochburgen angegriffen werden, so der Monarch.

Beginn der Rache

Am Donnerstag wurde dieser Plan in die Tat umgesetzt. Das Militär verkündete, alle angegriffenen Ziele seien zerstört worden und die Offensive gegen die Extremisten werde so lange weitergehen, "bis sie eliminiert sind".

Das jordanische Staatsfernsehen zeigte Bilder von den Luftangriffen. Unter anderem waren auch zwei Piloten zu sehen, die Botschaften auf ihre Raketen schrieben, zum Beispiel: "Für euch, die Feinde des Islam."
Botschaft auf einer jordanischen Rakete: "Wird ihnen zeigen, was die Hölle ist. Von der jordanischen Luftwaffe." (Quelle: dpa)Botschaft auf einer jordanischen Rakete: "Wird ihnen zeigen, was die Hölle ist. Von der jordanischen Luftwaffe." (Quelle: dpa)

Dschudeh sagte dem US-Sender CNN, die jüngsten Luftangriffe markierten den Beginn der Rache seines Landes. Jordanien werde seine Anstrengungen im Kampf gegen die Miliz verstärken. "Wir werden ihnen nachstellen, wo auch immer sie sind, mit allem, was wir haben", sagte Dschudeh.

Jordanien ist Teil der von den USA angeführten Allianz, die seit knapp fünf Monaten Ziele der Terrormiliz Islamischer Staat in Syrien bombardiert. Die neue Anti-IS-Kampagne sei nun auch auf den Irak ausgeweitet worden, erklärte Dschudeh dem TV-Sender Fox News. "Wir haben gesagt, dass wir den ganzen Weg gehen und ihnen nachjagen, wo auch immer sie sind, und das tun wir."

Die IS-Miliz kontrolliert jeweils rund ein Drittel der Staatsgebiete von Syrien und dem Irak. Beide Länder grenzen an Jordanien.

IS-Terroristen bei Luftangriffen getötet

Bei Luftangriffen der internationalen Koalition auf den IS sind im Nordosten Syriens mindestens 13 Extremisten getötet worden. Das von den USA geführte Bündnis habe IS-Stellungen südlich der Stadt Al-Hasaka bombardiert, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Die USA und ihre Verbündeten hätten mehr als 20 Angriffe geflogen, unter anderem auf IS-Waffenlager, hieß es weiter. Zahlreiche Menschen seien vor den Luftschlägen in benachbarte Gebiete geflohen.

Tausende IS-Unterstützer in Jordanien?

Nach der Gefangennahme des Piloten Al-Kasasba stationierten die USA Such- und Rettungsflugzeuge näher an den Zielen ihrer Luftangriffe. Die Maschinen im Nordirak sollen Piloten des Bündnisses mehr Sicherheit geben, nicht dasselbe Schicksal zu erleiden wie Al-Kasasba, hieß es im US-Verteidigungsministerium. Die Vereinigten Arabischen Emirate hatten ihre Angriffe eingestellt, offenbar auch aus Sorge um die Sicherheit der Piloten.

Lange Zeit galt Jordanien als Insel der Stabilität im krisengeschüttelten Nahen Osten. Doch in den vergangenen Jahren sind Tausende Kriegsflüchtlinge ins Land gekommen. Gleichzeitig flaute die inländische Wirtschaft ab.

Jordanien kämpft mit sozialen Problemen wie der hohen Arbeitslosigkeit unter jungen Männern. Diese stellen ein potenzielles Ziel für die Rekrutierung durch den IS dar. Experten schätzen, dass dschihadistische Gruppierungen Tausende Unterstützer in dem Königreich haben.

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