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Venezuela verhängt Einreisverbote für US-Politiker

Zum "Schutze unseres Landes"  

Venezuela verhängt Einreiseverbote für US-Politiker

01.03.2015, 14:35 Uhr | dpa, AFP, AP

Venezuela verhängt Einreisverbote für US-Politiker. Venezuelas Präsident Nicolás Maduro spricht auf einer Kundgebung in Caracas. (Quelle: dpa)

Die Regierung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro macht die USA für die schlechte wirtschaftliche Lage im Land mitverantwortlich. (Quelle: dpa)

Venezuela und die USA sind alles andere als gute Freunde. Nun belegen sich die beiden Staaten gegenseitig mit Einreiseverboten. Unter anderem der frühere US-Präsident George W. Bush und Ex-Vizepräsident Dick Cheney sind in dem südamerikanischen Land nicht mehr erwünscht.

Seine Regierung antworte damit auf ein Einreiseverbot, das die USA am Samstag für venezolanische Regierungsmitglieder verhängt hatten, sagte der linksgerichtete Präsident Nicolás Maduro. Die Maßnahme diene "dem Schutz unseres Landes", erklärte Maduro bei einer Kundgebung in der Hauptstadt Caracas.

Visumspflicht für US-Bürger

Der Staatschef forderte Washington außerdem auf, die Belegschaft der US-Botschaft in Caracas von 100 auf 17 Mitarbeiter zu reduzieren, um einen Gleichstand mit dem Personalstand der venezolanischen Botschaft in den USA zu erreichen. Zudem müssen US-Bürger künftig für Venezuela Visa beantragen. Maduro wirft den USA zudem vor, die Opposition zu einem Putsch anzustacheln.

Zuletzt waren in Venezuela mehrere US-Bürger festgenommen worden, denen von der Regierung in Caracas Spionage vorgeworfen wird. Ein im Bundesstaat Tachira verhafteter US-Pilot soll laut Maduro in verdeckte Operationen verwickelt sein. Der Mann habe "allerhand Dokumentation" mit sich geführt, sagte der Präsident ohne weitere Einzelheiten mitzuteilen.

Beziehungen werden immer schlechter

Venezuela und die USA haben schon seit 2010 keine Botschafter mehr in ihren diplomatischen Vertretungen im jeweils anderen Staat. Zuletzt verschlechterten sich die Beziehungen weiter. Die sozialistische Regierung in Caracas macht Washington für die schlechte wirtschaftliche Lage in Venezuela mitverantwortlich. Maduro wirft den USA zudem vor, die Opposition zu einem Putsch anzustacheln.

Das US-Außenministerium erklärte, noch habe man keine offizielle Benachrichtigung über die Reisebeschränkungen aus Venezuela bekommen. Zu Maduros Putsch-Vorwürfen hieß es: "Die wiederholten Beschuldigungen, dass die USA an Umtrieben zur Destabilisierung Venezuelas beteiligt sind, sind unbegründet und falsch."

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