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Arktis: Putin versetzt Nordflotte in Gefechtsbereitschaft

Wegen "neuer Bedrohungen"  

Putin versetzt Nordflotte in Gefechtsbereitschaft

17.03.2015, 10:48 Uhr | AFP

Arktis: Putin versetzt Nordflotte in Gefechtsbereitschaft. Inmitten der anhaltenden Spannungen mit dem Westen hat Russlands Staatschef Wladimir Putin mehrere Manöver mit zehntausenden Soldaten angeordnet. (Quelle: Reuters)

Ist für militärische Muskelspiele zu haben: Russlands Präsident Wladimir Putin. (Quelle: Reuters)

Inmitten der anhaltenden Spannungen mit dem Westen hat Russlands Staatschef Wladimir Putin mehrere Manöver mit Zehntausenden Soldaten angeordnet. Putin versetzte bei einem Kurzbesuch in der Arktis die Nordflotte, die größte Flotte der russischen Marine, in volle Gefechtsbereitschaft.

Rund 38.000 Soldaten der Flotte begannen mit einer Militärübung. "Neue Herausforderungen und Bedrohungen unserer militärischen Sicherheit erfordern eine weitere Steigerung der militärischen Fähigkeiten unserer Streitkräfte", erklärte der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu.

Ein Armeesprecher teilte nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen mit, dass außerdem rund 5000 Soldaten an einem Manöver im fernen Osten Russlands beteiligt seien und weitere 500 an einer Übung in der Nähe der unruhigen Kaukasusregion.

Arktis hat auch für Westen strategische Bedeutung

Russland hatte in jüngster Zeit immer wieder große Militärübungen abgehalten, unter anderem auf der vor einem Jahr annektierten ukrainischen Halbinsel Krim und in den abtrünnigen georgischen Regionen Abchasien und Südossetien.

Der Arktis misst Russland zunehmend strategische Bedeutung zu, da die Erderwärmung zusehends die riesigen Vorkommen fossiler Energieträger am Nordpol zugänglich machen dürfte. Russische Erdöl-Unternehmen wie Rosneft wollen viel Geld investieren, um die Arktis zu erschließen.

Norwegen hält derzeit unweit der Grenze zu Russland seine größte Militärübung seit 1967 ab. An dem Manöver sind mehr als 5000 Armeeangehörige beteiligt.

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