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Jemen: Neue Front zwischen USA und Iran droht

"Völkermord" im Jemen  

Neue Front zwischen USA und Iran droht

09.04.2015, 21:54 Uhr | AFP

Jemen: Neue Front zwischen USA und Iran droht. Der Konflikt im Jemen wird von den USA und dem Iran höchst unterschiedlich bewertet. (Quelle: dpa)

Der Konflikt im Jemen wird von den USA und dem Iran höchst unterschiedlich bewertet. (Quelle: dpa)

Trotz einer vorsichtigen Annäherung der USA und des Iran hin zu einem Atomabkommen droht neues Ungemach: Die Kämpfe im Jemen, die zwischen einer von Saudi-Arabien angeführten Allianz auf der einen Seite und vom Iran protegierten Rebellen auf der anderen Seite toben, könnten sich zu einer neuen Konfrontation zwischen den Vereinigten Staaten und den Mullahs ausweiten.

US-Außenminister John Kerry warnte Teheran davor, weiter die schiitischen Huthi-Rebellen zu unterstützen. Das geistliche Oberhaupt des Irans, Ayatollah Ali Chamenei, warf seinerseits dem von den USA unterstützten Saudi-Arabien vor, einen "Völkermord" im Jemen zu verüben.

Der Iran müsse begreifen, "dass die USA nicht zusehen werden, wie die Region destabilisiert wird oder wie Leute über internationale Grenzen hinweg in anderen Ländern offen Krieg führen", sagte Kerry dem US-Fernsehsender PBS. "Jede Woche" kämen Flugzeuge aus dem Iran in den Jemen. Die USA wiederum hatten zuvor ihre Unterstützung für die saudi-arabische Militäroffensive im Jemen ausgeweitet und mit der Luftbetankung saudi-arabischer Kampfflugzeuge begonnen.

Washington beschleunigt Waffenlieferung

Wie ein Pentagon-Sprecher mitteilte, betankte ein Flugzeug der US-Luftwaffe am Dienstagabend erstmals einen F-15-Kampfjet aus Saudi-Arabien und eine F-16 der Vereinigten Arabischen Emirate in der Luft. Bereits am Dienstag auch hatte Washington verkündet, dass die Lieferung von Waffen an Saudi-Arabien und dessen Verbündete beschleunigt worden sei.

Saudi-Arabien und mehrere weitere arabische Staaten hatten Ende März militärisch in den Konflikt im Jemen eingegriffen. Dort kämpft die Huthi-Miliz gegen die Führung von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi. Die von Riad geführte Militärallianz steht auf der Seite von Hadi, die Huthi-Rebellen werden vom ehemaligen Präsidenten Ali Abdallah Saleh und mutmaßlich vom Iran unterstützt.

"Dieser Schritt ist nicht hinnehmbar"

Kerry sagte, die USA seien nicht auf eine Konfrontation mit dem Iran aus. Washington werde aber zu seinen "Bündnissen und Freundschaften" und damit den Ländern zur Seite stehen, die sich durch "Entscheidungen" des Iran bedroht fühlten.

Irans geistliches Oberhaupt verurteilte die von Saudi-Arabien angeführten Luftangriffe als Verbrechen. "Das ist ein Massaker, ein Völkermord, und international verfolgbar", erklärte Chamenei auf seiner Website. "Dieser Schritt ist in der Region nicht hinnehmbar", Riad müsse "diese kriminellen Handlungen im Jemen stoppen".

Ruhani plädiert für Waffenstillstand

Auch Irans Präsident Hassan Ruhani forderte ein Ende der Luftangriffe. Alle Beteiligten sollten daher "über ein Ende des Krieges, einen Waffenstillstand und humanitäre Hilfe nachdenken", sagte er in einer Rede.

Saudi-Arabien und seine Verbündeten setzten ihre Luftangriffe auf Stellungen der Huthis unterdessen fort. In der Hauptstadt Sanaa bombardierten sie laut Augenzeugen unter anderem das Verteidigungsministerium, das von Huthi-Rebellen kontrolliert wird, sowie Stellungen einer der mit den Huthi-Rebellen verbündeten Saleh-treuen Eliteeinheit.

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