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Islamischer Staat verliert große Gebiete im Irak laut Pentagon

Terrormiliz auf dem Rückzug?  

IS verliert immer mehr Gebiete im Irak

14.04.2015, 15:59 Uhr | t-online.de, AFP, dpa

Islamischer Staat verliert große Gebiete im Irak laut Pentagon. Jenseits von Tikrit: Nach der Eroberung der Heimatstadt Saddams stoßen Schiiten-Milizen weiter nach Norden vor. (Quelle: Reuters)

Jenseits von Tikrit: Nach der Eroberung der Heimatstadt Saddams stoßen Schiiten-Milizen weiter nach Norden vor. (Quelle: Reuters)

Noch vor Kurzem schien der Islamische Staat (IS) sowohl im Irak als auch in Syrien unaufhaltsam vorzurücken. Zumindest im Irak ist es damit jetzt vorbei, wenn man dem Pentagon glauben darf: Nach Aussage eines Sprechers des US-Verteidigungsministeriums hat der IS dort 25 bis 30 Prozent seines Territoriums eingebüßt, seit die irakischen Truppen mit ihrer Gegenoffensive Ernst machen.

In den Monaten zuvor waren Bagdads Regierungstruppen meist auf der Flucht gewesen, wenn sich die Freischärler der Terrortruppe näherten. So hatte der IS rund ein Drittel des Iraks erobert.

Jetzt jedoch macht die irakische Armee Boden gut - mit Hilfe von schiitischen Milizen und kurdischen Peschmerga, die gleichzeitig von Norden aus vorrücken. Auch Luftangriffe der USA, Kanadas und anderer Alliierter haben dem IS schwer zugesetzt. Zuletzt konnte die Armee sogar Tikrit zurückerobern - die Heimatstadt des hingerichteten Diktators Saddam Hussein.

Die Macht des IS ist noch nicht gebrochen

Nach Angaben von Pentagon-Sprecher Steve Warren können sich die IS-Kämpfer immer weniger frei bewegen. "Der IS hat große Gebiete verloren, in denen er zuvor dominiert hatte", sagte Warren. Er veranschlagte das für die IS verlorene Gebiet auf eine Fläche zwischen 13.000 und 17.000 Quadratkilometern, seit die Terrormiliz im August 2014 ihre größte Ausdehnung im Irak erreicht hätte.

Auch wenn es noch zu früh sei, davon zu sprechen, dass sich das Blatt gewendet habe, hätten die irakischen Streitkräfte unterstützt von den Luftangriffen der Koalition der Terrormiliz zweifelsfrei Schaden zugefügt, meinte Warren. In Syrien dagegen scheint die Macht des IS nach wie vor ungebrochen zu sein.

Terroristen verlieren fast alle Ölfelder

Auch wirtschaftlich schwindet die zeitweise beeindruckende Basis des IS: Gingen Beobachter im vergangenen Jahr noch von bedeutenden Öl-Verkäufen aus Dutzenden eroberten Quellen des IS aus, so berichtete der Bundesnachrichtendienst vor wenigen Tagen von einer ganz neuen Lage. Nach den jüngsten militärischen Niederlagen gegen die irakische Armee und die kurdischen Peschmerga kontrollieren die Dschihadisten demnach praktisch keinerlei Ölfelder mehr im Irak.

US-Präsident Barack Obama empfängt an diesem Dienstag den irakischen Regierungschef Haidar al-Abadi im Weißen Haus. Dabei dürfte es vor allem um den Kampf gegen den IS und die Zusammenarbeit des US-Militärs mit den irakischen Sicherheitskräften gehen.

In Washington heißt es, möglicherweise werde Irak um mehr Waffenhilfe bitten. Die USA sind seit Monaten vor allem mit Kampfflugzeugen im Einsatz, um den Vormarsch der IS-Milizen zu stoppen. Sie haben zudem Militärberater geschickt, welche die irakischen Truppen schulen sollen.

Grafik 2: Gebietsverluste des IS. (Quelle: dpa)Grafik 2: Gebietsverluste des IS.

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