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Anwalt will Beweis für Unschuld ukrainischer Kampfpilotin haben

Getötete russische Journalisten  

Anwalt will Beweis für Unschuld ukrainischer Kampfpilotin haben

21.04.2015, 20:03 Uhr | AP

. Seit zehn Monaten in Russland inhaftiert: die ukrainische Kampfpilotin Nadeschda Sawtschenko. (Quelle: Reuters)

Seit zehn Monaten in Russland inhaftiert: die ukrainische Kampfpilotin Nadeschda Sawtschenko. (Quelle: Reuters)

Der Kampf um die Freiheit der in Russland inhaftierten ukrainischen Kampfpilotin Nadeschda Sawtschenko geht weiter. Ihre Mutter behauptet, ihre Tochter sei eine politische Gefangene. Die russische Justiz habe keine Belege für ihren Vorwurf vorgelegt, dass die 33-Jährige in den Tod zweier russischer Journalisten in der umkämpften Ostukraine verwickelt sei. Sawtschenkos Verteidiger will gar einen Beweis für die Unschuld seiner Mandantin haben.

Nach Worten von Anwalt Mark Feygin läuft derzeit ein Vorverfahren gegen die Kampfpilotin in Moskau. Ein Urteil dürfte demnach im Spätsommer fallen. Alle seine Versuche, Sawtschenko mangels Beweisen freizubekommen, seien gescheitert. Dabei zeige die Aufzeichnung eines Telefonats eindeutig, dass "sie zwei Stunden vor dem Tod der Journalisten entführt wurde".

Die beiden russischen Fernsehreporter waren im Juni durch Mörserfeuer in der ostukrainischen Stadt Lugansk ums Leben gekommen. Laut russischen Ermittlern wird Sawtschenko vorgeworfen, ukrainischen Truppen Hinweise zum Aufenthaltsort der Journalisten und anderer "Zivilisten" in von Rebellen kontrolliertem Gebiet gegeben zu haben. Mit Hilfe der Koordinaten seien dann Granaten auf die Stelle abgefeuert worden.

Die 31-Jährige war im Juni 2014 von pro-russischen Rebellen gefangen genommen worden. Nach Darstellung der russischen Behörden soll Sawtschenko dagegen freiwillig nach Russland eingereist sein - und zwar ohne Papiere und unter dem Deckmantel, sie sei Flüchtling. Die ukrainische Regierung unterstellt eine Entführung. 

Gefangene genießt eigentlich Immunität

Die Kampfpilotin hatte dem Freiwilligen-Bataillon Aidar angehört, das an der Seite der ukrainischen Truppen nahe der ostukrainischen Stadt Luhansk gegen die prorussischen Rebellen kämpfte. Nach ihrer Verschleppung nach Russland im Juni 2014 trat sie für 83 Tage in den Hungerstreik - aus Protest gegen ihre Verhaftung.

Zwischenzeitlich wurde sie sogar in das ukrainische Parlament und den Europarat gewählt und genießt damit Immunität. Die russische Justiz ignoriere dies, sagte ihr Anwalt. Ihr gesundheitlicher Zustand habe sich aber inzwischen etwas gebessert.

Mutter bittet UN und Merkel um Hilfe

Unterdessen ist die Mutter der Pilotin, auf Reisen gegangen. In den USA und den wichtigsten europäischen Städten will Maria Sawtschenko erreichen, dass diese Länder Druck auf Russlands Präsidenten Wladimir Putin ausüben, ihre Tochter freizulassen. Am Dienstag trifft die 78-Jährige am Sitz der Vereinten Nationen in New York mit dem stellvertretenden Geschäftsführer des Hohen Kommissariats für Menschenrechte, Ivan Simonovic, zusammen.

"Ich bin eine verzweifelte Mutter. Ich appelliere an alle internationalen Staats- und Regierungschefs, mir zu helfen, dass meine Tochter wieder nach Hause kommen kann", so Sawtschenko. Am Sonntag hatte die Frau in New York an einer Demonstration nahe der russischen UN-Vertretung teilgenommen. Dort unterschrieben rund 100 Unterstützer eine Petition an die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton mit der Bitte um Unterstützung.

Die nächste Station von Maria Sawtschenko wird Paris sein, bevor sie in alle Länder der EU reist. In Deutschland hatte sie kürzlich ihre Welttour gestartet, dort warb sie unter Abgeordneten um Unterstützung und schrieb einen Bittbrief an Bundeskanzlerin Angela Merkel.

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