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OSZE: Einsatz verbotener Kriegstechnik in Ostukraine

Kämpfe wieder aufgeflammt  

OSZE: Verbotene Waffen werden in der Ostukraine eingesetzt

05.06.2015, 10:25 Uhr | AFP, dpa

OSZE: Einsatz verbotener Kriegstechnik in Ostukraine. Nach den heftigsten Gefechten seit Monaten in der Ostukraine haben Kriegsbeobachter den Einsatz von verbotener Waffen im Kriegsgebiet bestätigt (Quelle: dpa)

Die Krisenregion im Donbass um die Rebellenhochburg Donezk bietet ein Bild der Zerstörung. (Quelle: dpa)

Nach den heftigsten Gefechten seit Monaten in der Ost-Ukraine haben Kriegsbeobachter den Einsatz von verbotener Waffen im Kriegsgebiet bestätigt. Prorussische Separatisten hätten schwere Artillerie im Gebiet Donezk bewegt, teilte die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) mit. Die ukrainische Militärführung habe sie zudem informiert, einen Angriff der Aufständischen mit schwerem Feuer erwidert zu haben.

Die Rückkehr großkalibriger Waffen ins Frontgebiet ist ein Rückschlag für den Friedensplan von Minsk. In der weißrussischen Hauptstadt hatten sich die Konfliktparteien Mitte Februar auf den Abzug der Kriegstechnik von der Frontlinie geeinigt.

Mindestens 24 Menschen binnen 24 Stunden getötet

Bei den wieder aufgeflammten Kämpfen im Krisengebiet Donbass wurden binnen 24 Stunden mindestens 24 Menschen getötet. Wie ein Berater des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko auf seiner Facebook-Seite mitteilte, wurden bei den Gefechten mit den Aufständischen fünf Soldaten getötet. Ein Vertreter der selbstausgerufenen Volksrepublik Donezk vermeldete über die Nachrichtenagentur der Rebellen den Tod von 14 Rebellenkämpfern und fünf Zivilisten.

Die Aufständischen in der Ostukraine hatten nach Angaben der ukrainischen Armee einen groß angelegten Angriff auf die Regierungstruppen gestartet. Gekämpft wurde nahe der Kleinstadt Marjinka rund 20 Kilometer westlich von Donezk. Die Aufständischen bestritten, eine Offensive gestartet zu haben.

Bruch des Minsker Abkommen: wechselseitige Schuldzuweisung

Der ukrainische Regierungschef Arseni Jazenjuk macht Russland für die Eskalation verantwortlich. Moskau habe die Separatisten angewiesen, vor dem G7-Gipfel auf Schloss Elmau in Bayern, zu dem Russland nicht eingeladen ist, einen Kampfeinsatz zu starten.

Die Ukraine sprach von einer Provokation und zynischer Missachtung aller Vereinbarungen. Russland wiederum machte die ukrainische Regierung für die neuen Kämpfe verantwortlich. "Soviel wir beurteilen können, ist es aufgrund provokanter Handlungen der ukrainischen Streitkräfte dazu gekommen", sagte ein Kreml-Sprecher.

Die Umsetzung der in der weißrussischen Hauptstadt vereinbarten Schritte zur Überwindung der Krise kommt damit kaum voran. Insgesamt wurden in dem Konflikt in den vergangenen 14 Monaten nach UN-Angaben mehr als 6400 Menschen getötet und mehr als eine Million Menschen in die Flucht getrieben.

Überschattet von einem neuen Ausbruch schwerer Kämpfe wird Präsident Petro Poroschenko im Parlament eine Rede zur Lage in dem krisengeschüttelten Land halten.

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