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Ukraine-Krise: Separatisten wollen schwere Waffen abziehen

Ukraine-Krise  

Separatisten wollen schwere Waffen abziehen

19.07.2015, 21:08 Uhr | dpa

Ukraine-Krise: Separatisten wollen schwere Waffen abziehen. Schwere Waffen sollen von der Grenze der Ostukraine verschwinden. (Quelle: Reuters)

Schwere Waffen sollen von der Grenze der Ostukraine verschwinden. (Quelle: Reuters)

Die prorussischen Separatisten im Kriegsgebiet Ostukraine haben den Abzug schwerer Waffen von der Frontlinie angekündigt. Damit soll das Minsker Friedensabkommen rund fünf Monate nach Unterzeichnung umgesetzt werden.

Der Prozess sollte noch am Sonntag abgeschlossen werden, sagte der Separatistenführer Wladislaw Dejnego der Agentur Interfax zufolge. Unabhängig überprüft werden konnte der Abzug bis zum Sonntagabend allerdings nicht.

Die Aufständischen betonten, sie wollten keine neuen Gewaltexzesse provozieren. "Das ist unser einseitiger Schritt Richtung Frieden. Wir zeigen der ganzen Welt, dass wir die Vereinbarungen von Minsk erfüllen", sagte der Chef der Luhansker "Volksmiliz", Sergej Koslow, lokalen Medien zufolge.

Mindestabstand von drei Kilometern

In Abstimmung mit der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) würden Waffen mit einem Kaliber von 100 Millimetern mindestens drei Kilometer von der Front abgezogen, erklärte Dejnego. Die Region Donezk kündigte ebenfalls den Rückzug von Waffen an.

Russland forderte die Ukraine unterdessen auf, sich gemäß dem Minsker Friedensplan vom Februar ebenfalls von der Frontlinie zurückzuziehen. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko meinte hingegen, bisher unternehme nur sein Land Schritte für den Frieden. Er forderte den Abzug russischer Kämpfer und sowie die Schließung der Staatsgrenze zum östlichen Nachbarn. Erst dann könne der Konflikt friedlich gelöst werden, sagte er.

Ukrainer beklagen auch am Sonntag Tote

Der ukrainische Generalstab teilte in Kiew mit, dass es bisher keinen Befehl für einen Rückzug von Waffen und Soldaten gebe. Ukrainische Behörden sprachen am Sonntag von fünf Toten im Donbass, darunter vier Zivilisten und ein Soldat. Zudem seien sieben Militärangehörige verletzt worden. Beide Seiten warfen sich gegenseitig den massiven Beschuss ihrer Stellungen vor.

Der Krieg in der Ostukraine war im April vorigen Jahres ausgebrochen, als die in die Nato und die EU strebende neue Führung in Kiew im Osten des Landes mit der Armee gegen schwer bewaffneten prorussische Separatisten vorging. Eine vereinbarte Waffenruhe wird immer wieder gebrochen.

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