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"Rapid Trident": Ukraine startet Großmanöver mit US-Beteiligung

Russland warnt vor "explosiven Folgen"  

Ukraine startet Großmanöver mit US-Beteiligung

21.07.2015, 11:16 Uhr | dpa, AFP

"Rapid Trident": Ukraine startet Großmanöver mit US-Beteiligung. Die meisten der an der Übung beteiligten Staaten sind Nato-Mitglieder. Aber auch Georgien, das 2008 mit Russland Krieg führte, ist dabei. (Quelle: dpa)

Die meisten der an der Übung beteiligten Staaten sind Nato-Mitglieder. Aber auch Georgien, das 2008 mit Russland Krieg führte, ist dabei. (Quelle: dpa)

Inmitten der andauernden Spannungen mit Russland hat die ukrainische Armee ein Großmanöver im Westen des Landes gestartet - und das mit Beteiligung US-amerikanischer Einheiten. An der knapp zweiwöchigen Übung "Rapid Trident" nahe der Grenze zu Polen nehmen etwa 1800 Soldaten aus 18 Staaten teil, darunter auch aus Deutschland. Die russische Regierung kritisierte das Manöver scharf.

Die Übung zeige eine "breite Unterstützung für die Ukraine in ihrem Bemühen um Freiheit und Souveränität", sagte der ukrainische Kommandeur Alexander Sywak. Sein US-Kollege Alfred Renzi sagte, das Manöver solle "die Fähigkeit zur Zusammenarbeit als vereinte Kraft für Stabilität unter Beweis stellen".

Moskau warnt vor "explosiven Folgen"

Die russische Regierung kritisierte das Manöver in der Westukraine scharf. Dies könne "den sichtbaren Fortschritt im Friedensprozess zerstören" sowie "explosive" Folgen haben, erklärte das Außenministerium in Moskau.

Die Militärübung sei "eine klare Demonstration der provokativen Politik der Nato, das Vorgehen der derzeitigen Staatsführung in der Ostukraine zu unterstützen".

Auch Bundeswehr beteiligt

Die meisten der an der Übung beteiligten Staaten gehören der Nato an. Aber auch aus den früheren Sowjetrepubliken Moldau und Aserbaidschan, die wie die Ukraine blockfrei sind, wurden Soldaten entsandt. Die Bundeswehr schickte deutsches "Einzelpersonal". An dem regelmäßig stattfindenden Manöver hatte sich die deutsche Armee auch im vergangenen Jahr beteiligt.

OSZE: Waffenbewegungen im Donbass

Die Ukraine-Kontaktgruppe wird in Minsk über weitere Schritte im laut Russland nun gefährdeten Friedensprozess beraten. Es geht um die Umsetzung des Mitte Februar in der weißrussischen Hauptstadt vereinbarten Friedensplanes. An dem Treffen sind neben den Repräsentanten der Ukraine, der OSZE und Russland auch Vertreter der Aufständischen beteiligt.

Nach dem von prorussischen Separatisten angekündigten Abzug von Militärtechnik im Kriegsgebiet Donbass beobachten internationale Experten intensive Waffentransporte. "Wir können zurzeit eine verstärkte Waffenbewegung beobachten. Das ist aber keine Verifikation des Abzuges", sagte der stellvertretende Leiter der Beobachtermission der OSZE.

Ganz im Gegenteil "beobachtet die OSZE eine große Kampfbereitschaft auf beiden Seiten". Die OSZE überwacht im Konfliktgebiet Donbass die Umsetzung des vereinbarten Friedensplanes.

Kämpfe dauern an

Die Beziehungen der Ukraine und des Westens zu Russland sind wegen des Konflikts in der Ostukraine stark angespannt. In dem bewaffneten Konflikt, der seit dem Frühjahr vergangenen Jahres andauert, stehen sich prorussische Kämpfer und ukrainische Regierungstruppen gegenüber. Bislang wurden bereits mehr als 6500 Menschen getötet.

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