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Islamischer Staat will Palmyra bis auf die Grundmauern zerstören

IS kündigt nach Tempelsprengung an  

Palmyra soll bis zum letzten Gebäude zerstört werden

01.09.2015, 09:30 Uhr | AP, AFP

Islamischer Staat will Palmyra bis auf die Grundmauern zerstören. Zerstört: der Baal-Tempel in Palmyra (vor der Sprengung). (Quelle: imago images)

Zerstört: der Baal-Tempel in Palmyra (vor der Sprengung). (Quelle: imago images)

Der Islamische Staat will die Zerstörung der einzigartigen Ruinen in der zentralsyrischen Wüstenstadt Palmyra fortsetzen. Die Sprengung von Tempeln und anderen Altertümern sei noch nicht abgeschlossen, zitierte die syrische Oppositionsseite Masar Press einen Extremisten. Die Zerstörung gehe bis zum letzten Gebäude weiter.

Am Sonntag hätten Terror-Milizen den berühmten Baaltempel gesprengt. Das fast 2000 Jahre alte Bauwerk gilt als eine der bedeutendsten Stätten der Antike. Palmyra gehört zum Unesco-Weltkulturerbe.

"Eine Explosion, die Taube hören würden"

Ein Bewohner Palmyras, der sich Nasser al-Thaer nannte, berichtete von einer gewaltigen Explosion, die IS-Extremisten bei der Sprengung des Tempels ausgelöst hätten. "Das ist totale Zerstörung", sagte er über den Schauplatz der Detonation. "Es war eine Explosion, die Taube hören würden." Ziegel und Säulen lägen am Boden. Nur die Außenwand des Tempels stehe noch, fügte er hinzu.

Vor 1986 Jahren eingeweiht

Auch die in Großbritannien ansässige Beobachtungsstelle für Menschenrechte, die sich in Syrien auf ein Aktivistennetzwerk stützt, meldete die Zerstörung des Baaltempels. Details nannte die Gruppe jedoch nicht.

Der Tempel wurde zu Ehren des Wetter- und Fruchtbarkeits-Gottes Baal im Jahr 32 nach Christus eingeweiht und war gut erhalten. Die Stätte stand in der Nähe der berühmten Großen Kolonnade von Palmyra, die unter Syrern liebevoll als "Braut der Wüste" bekannt ist.

Erst vor wenigen Tagen hatte der IS mit Bildern von der mutmaßlichen Sprengung des ebenfalls jahrtausendealten Baalschamin-Tempels weltweit für Empörung gesorgt. Die Unesco bezeichnete den Vandalismus als ein Kriegsverbrechen.

Palmyra ist eine der spektakulärsten historischen Stätten im Nahen Osten. Die Ruinenstadt befindet sich direkt neben der gleichnamigen modernen Stadt im geografischen Zentrum Syriens. Der IS eroberte Palmyra im Mai. Anfang August hatte die Extremistengruppe den 81-jährigen Archäologen Chaled al-Asaad getötet, der sein Leben der Erforschung von Palmyra gewidmet hatte.

Auch im benachbarten Irak hat die Extremistengruppe bedeutende Kulturgüter dem Erdboden gleichgemacht. Gefolgsleute der Dschihadisten sehen in den antiken Relikten Symbole, die Götzendienst und Abfall vom Glauben begünstigten.

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