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Moskau räumt ein: Russische Soldaten unterstützen Assad in Syrien

Moskau räumt Militärpräsenz ein  

Russische Soldaten unterstützen Assad

09.09.2015, 15:44 Uhr | rtr, dpa

Moskau räumt ein: Russische Soldaten unterstützen Assad in Syrien. Der russische Staatschef Wladimir Putin steht eng an der Seite von Diktator Assad. (Quelle: dpa)

Der russische Staatschef Wladimir Putin steht eng an der Seite von Diktator Assad. (Quelle: dpa)

Bisher hat der Kreml immer strikt dementiert, Diktator Baschar al-Assad mit Bodentruppen zu unterstützen. Jetzt hat Moskau erstmals den Einsatz eigener Soldaten in Syrien bestätigt.

Die Experten leisteten Hilfe für Waffenlieferungen, erklärte eine Sprecherin des Außenministeriums in Moskau. Die Lieferungen seien für den Kampf gegen den Terrorismus bestimmt.

Steinmeier ist entsetzt

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) reagierte bestürzt auf Pressemeldungen, wonach Russland derzeit mehr Militärmaterial als bisher nach Syrien schaffe - zu "welchem Zweck auch immer".

Zugleich kritisierte er Erwägungen Frankreichs und Großbritanniens zu Luftangriffen in Syrien: "Es kann nicht sein, dass jetzt wichtige Partner, die wir brauchen, auf die militärische Karte setzen", sagte Steinmeier. 

Die Atom-Einigung mit dem Iran und die neue Initiative der Vereinten Nationen böten erstmals Ansatzpunkte, den Konflikt in Syrien politisch zu lösen.

Assad zunehmend in der Defensive

Spekulationen und Berichte über eine verstärkte russische Präsenz in dem Bürgerkriegsland gibt es seit Wochen. Bisher hat der Kreml sie aber immer dementiert. Russland ist enger Verbündeter von Staatschef Assad.

Dieser gerät im Kampf gegen die Extremistenmiliz Islamischer Staat und andere Rebellen zunehmend in die Defensive. So zog sich die Armee am Mittwoch von einem wichtigen Luftwaffenstützpunkt in der Provinz Idlib im Nordwesten des Landes zurück, berichtete das Staatsfernsehen. Die Basis war seit zwei Jahren belagert worden.

USA sind alarmiert

Die verstärkten Aktivitäten Russlands in Syrien stoßen in den USA indes auf große Skepsis. Sie bombardieren gemeinsam mit anderen Staaten IS-Ziele in dem Land, verzichten dabei nach eigenen Angaben aber darauf, mit der Regierung in Damaskus zusammenzuarbeiten.

In dieser Woche hatte die US-Regierung Griechenland und Bulgarien gebeten, russischen Maschinen mit dem Ziel Syrien Überflugrechte zu verweigern.

Moskau kritisiert "rüpelhaftes Verhalten"

Russland kritisierte die USA deswegen scharf. Die Regierung habe ein "rüpelhaftes Verhalten" an den Tag gelegt, erklärte das Außenministerium.

Die Beziehungen zwischen dem Westen und Russland sind bereits seit den Kämpfen in der Ukraine angespannt.

Russen fliegen über den Iran

Mittlerweile hat Bulgarien seinen Luftraum für russische Flugzeuge gesperrt. Moskau kündigte deshalb an, nun Maschinen über den Iran nach Syrien zu schicken. Die Führung in Teheran habe zugesagt, Transporte nicht zu behindern, sagte der Diplomat Maxim Suslow von der russischen Botschaft in Teheran der Agentur Interfax. Auch aus Griechenland liege eine Erlaubnis vor, hieß es in Moskau.

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