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USA senden Kriegsschiff zu den Spratly-Inseln - China empört

Konfrontation mit China  

USA senden Kriegsschiff ins Südchinesische Meer

27.10.2015, 16:42 Uhr | dpa, AFP, rtr

USA senden Kriegsschiff zu den Spratly-Inseln - China empört. Der Zerstörer "USS Lassen" sorgte mit seiner Präsenz vor den Spratly-Inseln für Verstimmung bei China. (Quelle: Reuters/US Navy / CPO John Hageman)

Der Zerstörer "USS Lassen" sorgte mit seiner Präsenz vor den Spratly-Inseln für Verstimmung bei China. (Quelle: US Navy / CPO John Hageman/Reuters)

Im Streit um Territorialansprüche mit China lassen die USA die Muskeln spielen und haben einen Zerstörer ins südchinesische Meer geschickt. Die Chinesen reagierten empört auf das "illegale" Eindringen des Schiffes in die Gewässer und drohten mit einer "entschlossenen Reaktion".

Die "USS Lassen" habe sich der Zwölf-Meilen-Zone um mehrere von China errichtete künstliche Inseln im Spratly-Archipel genähert. 

Das Kriegsschiff steuerte bei seiner Patrouillenfahrt in Richtung zweier Riffe, die China seit 2014 in künstliche Inseln umwandelt. Überwachungsflugzeuge sicherten den Einsatz laut CNN. Weitere Patrouillenfahrten sollen in den kommenden Wochen folgen. Die USA zweifeln die von China reklamierten Hoheitsrechte in der Region an.

Strategisch bedeutsam und wertvoll

Auf den umstrittenen Spratly-Inseln baut China einige Korallenriffe durch Aufschüttung zu künstlichen Inseln auf, von denen eine auch als Start- und Landebahn für Flugzeuge genutzt werden soll. Die USA hatten China bereits im Mai mit Blick auf die Aufschüttungen eindringlich zur Zurückhaltung gemahnt. 

Umstrittene Seegrenzen im südchinesischen Meer. (Quelle: dpa)Umstrittene Seegrenzen im südchinesischen Meer. (Quelle: dpa)Die Spratly-Inseln liegen an einer der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt. Außer China erheben noch andere asiatische Staaten Anspruch darauf. Es werden dort Erdöl- und Erdgasvorkommen vermutet. Die USA befürchten, dass China die künstlichen Inseln in der Region auch errichtet hat, um seine militärische Reichweite im Südchinesischen Meer zu vergrößern. 

"Zweimal nachdenken"

Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums erklärte, Peking werde seine "territoriale Souveränität standhaft verteidigen". Der US-Zerstörer werde "beobachtet und verwarnt". Die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua nannte die Präsenz der "USS Lassen" in einem Kommentar eine "ungeheuerliche und grundlose Provokation".

Die Regierung in Peking hatte bereits im vergangenen Monat erklärt, sie werde keinem Staat gestatten, die chinesischen Hoheitsgewässer und den Luftraum über den Spratly-Inseln zu verletzen.

Experten bewerteten die Entsendung des US-Kriegsschiffes allerdings als nicht überraschend. Angesichts der Bestrebungen Chinas und der USA um Vormachtstellung im Pazifik sei ein solcher Schritt lange überfällig gewesen, Chinas Reaktion halte sich bislang in Grenzen.

Zankapfel mehrerer Länder

Die zahlreichen Eilande, Riffe und Atolle, die zu der Inselgruppe gehören, sind zwischen mehreren Ländern umstritten. Neben China erheben Vietnam, Malaysia, Brunei, die Philippinen und Taiwan Ansprüche. Peking vertritt allerdings die Ansicht, China habe Hoheitsrechte über nahezu das gesamte Südchinesische Meer, einschließlich der Küstengewässer anderer Staaten. 


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