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"Syrienkrieg-Droge": Türkei beschlagnahmt Millionen Pillen

Handel finanziert Krieg  

Türkei beschlagnahmt Millionen Pillen einer "Syrienkrieg-Droge"

21.11.2015, 08:30 Uhr | AFP

Die türkische Antidrogenbehörde hat nahe der syrischen Grenze knapp elf Millionen Pillen des Aufputschmittels Captagon beschlagnahmt. Die Droge soll eine wichtige Rolle im Syrienkrieg spielen: Angeblich finanziert es die Kriegsparteien.

Bei zwei Razzien in der Grenzregion Hatay entdeckten Fahnder insgesamt knapp zwei Tonnen des Mittels, wie die Nachrichtenagentur Anadolu und die Zeitung "Hürriyet" unter Berufung auf das Innenministerium berichteten.

Im Nahen Osten weit verbreitet

Captagon, eine auf dem Wirkstoff Fenetyllin basierende Stimulanzie, wird in Syrien hergestellt und ist in Ländern des Mittleren Ostens weit verbreitet.

Dort verdienen vermehrt die Bürgerkriegsfraktionen an dem Mittel. Captagon wurde deswegen auch wiederholt als die Droge bezeichnet, die den Krieg in Syrien mit antreibt.

Mitglied des saudischen Königshaus verhaftet

Laut "Hürriyet" wurden bei einer der beiden Razzien 7,3 Millionen Captagon-Pillen beschlagnahmt. Die Pillen waren in 1300 Ölfiltern versteckt und für den Schmuggel in die Golfstaaten vorbereitet. Weitere 3,6 Millionen Pillen wurden in einem Lager entdeckt. Ein Syrer und zwei Türken wurden demnach festgenommen, sie werden des Schmuggels verdächtigt.

Im Libanon wurden in diesem Monat ein saudischer Prinz und neun weitere Verdächtige am Flughafen von Beirut festgenommen, nachdem knapp zwei Tonnen Captagon und Kokain zur Verladung in deren Privatjet entdeckt worden waren.

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