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Ahmet Davutoglu lobt Angela Merkel für Flüchtlingspolitik

"Historischer Schritt"  

Davutoglu lobt Merkel für Flüchtlingspolitik

23.01.2016, 09:27 Uhr | dpa, t-online.de

Ahmet Davutoglu lobt Angela Merkel für Flüchtlingspolitik. Angela Merkel bekommt vom türkischen Ministerpräsidenten viel Lob für ihre Flüchtlingspolitik. (Quelle: AP/dpa)

Angela Merkel bekommt vom türkischen Ministerpräsidenten viel Lob für ihre Flüchtlingspolitik. (Quelle: AP/dpa)

Bei den ersten deutsch-türkischen Regierungskonsultationen in Berlin hat der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel gelobt und ihren Einsatz gewürdigt. Die Krise könne allerdings nur gemeinsam gelöst werden.

"Frau Merkel hat im Rahmen des Gewissens der Menschheit einen historischen Schritt getan", sagte Davutoglu.

Merkel habe sich für eine humanitäre Lösung der Flüchtlingskrise eingesetzt, das werde noch in 15 oder 20 Jahren als positiver Schritt gelten, sagte Davutoglu. Wer dann zurückblicke werde sich erinnern, wie viele Menschen dadurch gerettet worden seien. "Diese menschliche Haltung und Führungskraft Frau Merkels muss gewürdigt werden."

Davutoglu warnte davor, in der Krise Verantwortung auf andere abzuwälzen. Es handele sich nicht um eine Krise von Deutschland, der Türkei oder von Europa allein, sagte er.

Wenn jeder nur irgendwie versuche, die Krise auf den anderen zu schieben, werde es nicht gelingen, die Probleme zu lösen.

"Müssen das gemeinsam behandeln"

Die Türkei habe in den vergangenen Jahren alles Erdenkliche für Flüchtlinge aus Syrien getan, ohne internationale Unterstützung dafür zu fordern.

Sein Land werde auch weiter alles tun, um diesen Menschen zu helfen. Er mahnte aber: "Das Problem kann die Türkei alleine nicht bewältigen. Wir müssen das gemeinsam behandeln."

Aktionsplan vereinbart

Schon zuvor hatten die EU und die Türkei einen gemeinsamen Aktionsplan vereinbart. Demnach sollen die Türken drei Milliarden Euro an Hilfen erhalten. Noch ist das Geld aber nicht geflossen.

"Wir werden von europäischer Seite die drei Milliarden zur Verfügung stellen. Das habe ich heute noch einmal zugesichert", sagte Merkel nach den Regierungskonsultationen.

Das Geld soll eingesetzt werden, um die Lebensbedingungen von inzwischen 2,5 Millionen Flüchtlingen aus Syrien in der Türkei zu verbessern. Auf dem EU-Gipfel am 18. Februar sollen entsprechende Projekte definiert werden.

Kampf gegen Schlepper in der Ägäis

Die Maßnahmen der Türkei zur Reduzierung des Flüchtlingszuzugs über die Balkanroute kommen derweil nur schleppend voran.

Angestrebt werde auch eine stärkere Zusammenarbeit zur Bekämpfung illegaler Migration in der Ägäis, sagte Merkel. "Wir können nicht zulassen, das zwischen der Türkei und Griechenland illegale Schlepper und Schmuggler die Hoheit haben und Menschen immer wieder sich in Gefahr bringen."


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