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Luftangriffe auf Aleppo: "Russland tötet bewusst Menschen"

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Luftangriffe auf Aleppo  

Röttgen: "Russland tötet bewusst Menschen"

11.02.2016, 18:24 Uhr | dpa, t-online.de

Luftangriffe auf Aleppo: "Russland tötet bewusst Menschen". Die syrische Millionenstadt Aleppo ist durch russische Luftangriffe weitgehend zerstört. (Quelle: Reuters)

Die syrische Millionenstadt Aleppo ist durch russische Luftangriffe weitgehend zerstört. (Quelle: Reuters)

Zehntausende Menschen fliehen vor russischen Bomben aus Aleppo. Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Norbert Röttgen, wirft Russland "menschenverachtenden Zynismus" vor. Er kritisiert aber auch die deutsche Außenpolitik.

Die Bombardements Russlands in Syrien seien "brutaler, menschenverachtender Zynismus". Auch der "Tatbestand eines Verbrechens gegen die Menschlichkeit" sei erfüllt, sagte Röttgen der "Welt". 

Des Weiteren sagte er der Zeitung: "Neben dem bewussten Töten von Menschen geht es Moskau auch um eine bewusste Torpedierung des internationalen Friedensprozesses."

Entwicklungen lange ignoriert

Der deutschen Außenpolitik warf der CDU-Politiker vor, die Entwicklungen im Nahen und Mittleren Osten zu lange ignoriert zu haben. Deutschland habe es versäumt, sich für größere europäische Entschlossenheit einzusetzen und nehme "noch immer eine Zuschauer- und Mitläuferrolle ein".

Russland hatte mit Luftangriffen auf die Opposition in der Region Aleppo die Kämpfe wieder intensiviert. Rund um die Region sind nach Schätzungen des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) mindestens 50.000 Menschen in Richtung türkischer Grenze vertrieben worden. 

Belastungen für Menschen sehr stark

"Die Kämpfe setzen den Menschen stark zu. Die Temperaturen sind extrem niedrig. Die Vertriebenen versuchen ohne Schutz, Wasser und Nahrung unter sehr gefährlichen Bedingungen zu überleben", sagte die Leiterin der Syrien-Delegation des IKRK, Marianne Gasser. 

In den vergangenen Tagen sei es gelungen, Essen für rund 10.000 Familien in der umkämpften Region zu verteilen. In der Großstadt Aleppo selbst seien die Menschen auf die 100 vom IKRK eingerichteten Wasserstellen angewiesen.

Die Friedensgespräche in Genf waren vor einer Woche nach nur fünf Tagen abgebrochen worden und sollen möglichst am 25. Februar fortgesetzt werden. In München sollen nun die Voraussetzungen dafür geschaffen werden. Es wird vor allem um eine bessere humanitäre Versorgung notleidender Menschen und die Vorbereitung eines Waffenstillstands gehen.

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