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Russlands Eingreifen in Syrien "ist sehr, sehr gefährlich"

Saudischer Minister warnt Putin  

Russlands Eingreifen in Syrien "ist sehr, sehr gefährlich"

13.02.2016, 10:04 Uhr | AFP, rtr

Russlands Eingreifen in Syrien "ist sehr, sehr gefährlich". Saudi-Arabien warnt Russland: Der Ausgang in Syrien vorbestimmt.  (Quelle: dpa)

Saudi-Arabien warnt Russland: Der Ausgang in Syrien vorbestimmt. (Quelle: dpa)

Für Saudi-Arabien ist klar: Syriens Diktator Baschar al-Assad muss weg. Diese Haltung unterstrich der Außenminister des islamischen Staates , Adel al-Dschubeir, in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung". Zudem schickte er eine Warnung an Assads wichtigsten Verbündeten Russland.

"Der Ausgang in Syrien ist vorherbestimmt. Baschar al-Assad wird es in der Zukunft nicht mehr geben", prophezeite Dschubeir. "Es kann sich um drei Monate handeln, um sechs Monate oder um drei Jahre - aber er wird nicht mehr Verantwortung für Syrien tragen", sagte der 54-Jährige in der "SZ".

Wollen die Russen einen Religionskrieg?

Dschubeir warnte Russlands Präsident Wladimir Putin vor den Folgen seiner Unterstützung für die syrische Regierung. "Wir haben die Russen darauf aufmerksam gemacht, dass sie zum Kombattanten eines Religionskrieges werden, wenn sie an der Seite Assads und Irans in diesen Konflikt eingreifen. Das ist sehr, sehr gefährlich."

In Russland lebten 20 Millionen sunnitische Muslime. "Will das Land den Eindruck erwecken, dass es an der Seite von Schiiten gegen Sunniten kämpft? Russland hat nichts davon." Seit fünf Monaten sei das Ziel Russlands die moderate Opposition, nicht der IS oder die Nusra-Front.

Auf Waffenstillstand geeinigt

Die USA und Russland hatten vereinbart, sich für eine Waffenruhe zwischen der syrischen Regierung und der gemäßigten Opposition binnen einer Woche einzusetzen. Die Angriffe auf die Extremistenmiliz Islamischer Staat und den Al-Kaida-Ableger Nusra-Front sollen dagegen fortgesetzt werden.

Assad hatte am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP gesagt, er wolle ganz Syrien zurückerobern. Die Syrien-Kontaktgruppe hatte sich am Freitag auf eine Feuerpause für das Bürgerkriegsland geeinigt, die in dieser Woche in Kraft treten soll. Am Freitag wurde indes weiter gekämpft, nach Angaben der türkischen Regierung flog Russlands Luftwaffe auch weiter Angriffe.

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