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Nordkorea präsentiert weiteren US-Häftling

"Geständnis" bei PK  

Nordkorea präsentiert weiteren US-Häftling

25.03.2016, 12:23 Uhr | AP

Nordkorea präsentiert weiteren US-Häftling. Kim Tong Chol auf dem Weg zu seinem "Geständnis". (Quelle: Reuters)

Kim Tong Chol auf dem Weg zu seinem "Geständnis". (Quelle: Reuters)

Neun Tage nach der Verurteilung eines jungen Amerikaners zu 15 Jahren Arbeitslager hat Nordkorea einen weiteren US-Gefangenen präsentiert. Der Mann soll bereits seit Oktober vergangenen Jahres in Gewahrsam sein.

Kim Tong Chol sagte auf einer Pressekonferenz in Pjöngjang, er habe spioniert, um der nordkoreanischen Führung zu schaden. Die nordkoreanischen Behörden setzen häufig Pressekonferenzen an, um ihre amerikanischen und anderen ausländischen Gefangenen zu zeigen.

Diese müssen dann Statements vorlesen, in denen sie ihr Fehlverhalten beschreiben und das politische System Nordkoreas loben. Nach ihren Entlassungen hatten viele dann gesagt, sie seien zu den Aussagen gezwungen worden.

Atomwaffentest verschärft Spannungen

In der vergangenen Woche hatte Nordkoreas höchstes Gericht den 21-jährigen Otto Warmbier verurteilt. Er hatte eingeräumt, versucht zu haben, ein Propaganda-Transparent "als Trophäe" für eine Bekannte in der Heimat zu stehlen. Für das Oberste Gericht Nordkoreas war damit der Tatbestand eines Verbrechens "gemäß der feindlichen Politik der US-Regierung gegen (den Norden)" erfüllt.

Nordkorea wirft Washington und Seoul häufig vor, Spione zum Umsturz der kommunistischen Führung ins Land zu schicken, damit Südkorea dann die Kontrolle über die koreanische Halbinsel erringen könne. Derzeit haben sich die Spannungen wegen Pjöngjangs jüngstem Atomwaffentest und eines Raketenstarts ohnehin verschärft.

Keine diplomatischen Beziehungen

Erschwerend kommt hinzu, dass Washington und Pjöngjang keine diplomatischen Beziehungen unterhalten. Die schwedische Botschaft in der nordkoreanischen Hauptstadt fungiert in der Regel als Vermittler, wenn US-Bürger in dem abgeschotteten Land in Schwierigkeiten geraten.

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