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800 Al-Kaida-Kämpfer getötet - Jemen erobert Mini-Staat zurück

800 Al-Kaida-Kämpfer getötet  

Jemen-Armee erobert Mini-Staat zurück

25.04.2016, 16:52 Uhr | AFP, Reuters

800 Al-Kaida-Kämpfer getötet - Jemen erobert Mini-Staat zurück. Jemenitische Regierungstruppen haben einen wirtschaftlich wichtigen Ölumschlagplatz von Al Kaida zurück erobert. (Quelle: Reuters)

Jemenitische Regierungstruppen haben einen wirtschaftlich wichtigen Ölumschlagplatz von Al Kaida zurück erobert. (Quelle: Reuters)

Die jemenitische Armee hat vom Islamisten-Netzwerk Al-Kaida einen lukrativen Mini-Staat zurück erobert. Der größte Öl-Umschlagplatz des Landes wird nun wieder vom Jemen beherrscht, hieß es in Sicherheitskreisen. Bei der Offensive sind nach saudi-arabischen Angaben mehr als 800 Al-Kaida-Kämpfer getötet worden. 

Bereits Tags zuvor hatten die Truppen und Soldaten der von Saudi-Arabien angeführten Koalition die 200.000-Einwohner-Hafenstadt und Al-Kaida-Hochburg Mukalla eingenommen.

Hohe Zolleinnahmen

In der Region hatte sich die Extremisten-Organisation im vergangenen Jahr faktisch einen eigenen Staat aufgebaut. Durch die Zolleinnahmen an dem drittgrößten Hafen des Landes nahm Al-Kaida täglich etwa zwei Millionen Dollar ein.

Anwohner und lokale Würdenträger bezeichneten die Zahl der getöteten Kämpfer jedoch als übertrieben. Bei dem Vormarsch von rund 2000 Soldaten habe es kaum Kampfhandlungen gegeben. Die Islamisten hätten sich weitgehend zurückgezogen, ohne Widerstand zu leisten.

Große Mengen an Rohöl versucht zu exportieren

Über den Ölterminal wurden zu Friedenszeiten rund 80 Prozent der Ölexporte des Jemens abgewickelt. Nach Ausbruch des Krieges und die Eroberung der Region durch Al-Kaida wurde er geschlossen. Die Islamisten haben im vergangenen Jahr versucht, die dort gelagerten zwei Millionen Barrel an Rohöl mit der Zustimmung der jemenitischen Regierung zu exportieren. Dies wurde ihnen jedoch verwehrt.

Der Jemen gilt als Hochburg der islamistischen Al-Kaida. Der örtliche Ableger wird von westlichen Experten als besonders gefährlich eingestuft. Die USA setzten jahrelang Drohnen gegen Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel ein. Die Gruppe bekannte sich unter anderem zum tödlichen Anschlag auf die französische Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" im vergangenen Jahr.

Militärkoalition will Huthi-Rebellen zurückdrängen 

Die im März 2015 begonnenen Luftangriffe der sunnitischen arabischen Militärkoalition richten sich gegen die schiitischen Huthi-Rebellen und ihre Verbündeten in der Armee, die Anfang vergangenen Jahres die Hauptstadt Sanaa und andere Städte erobert und Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi zur Flucht nach Saudi-Arabien gezwungen hatten. Die Militärkoalition will die Huthi-Rebellen zurückdrängen und Hadi ermöglichen, an die Macht zurückzukehren.

Ringen um Lösung mit Rebellen

Unterdessen ringt die jemenitische Regierung bei einem Treffen mit Vertretern der Huthi-Rebellen in Kuwait um eine Lösung. In den Auseinandersetzungen im Jemen kamen mehr als 6000 Menschen ums Leben. Betroffen ist vor allem das von Huthis kontrollierte Zentrum und der Norden des Landes, während sich im Süden ein Sicherheitsvakuum bildete.

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