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Syrien: Baschar al-Assad droht "Mörder" Recep Tayyip Erdogan

Kampfansage an Nachbarland  

Assad droht dem "Mörder" Erdogan

07.06.2016, 21:45 Uhr | dpa , rtr , AP , t-online.de

Syrien: Baschar al-Assad droht "Mörder" Recep Tayyip Erdogan. Syriens Präsident Assad bei einem seiner seltenen öffentlichen Auftritte im Parlament. (Quelle: AP/dpa)

Syriens Präsident Assad bei einem seiner seltenen öffentlichen Auftritte im Parlament. (Quelle: AP/dpa)

Syriens Präsident Baschar al-Assad hat dem "faschistischen Regime" des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gedroht, die nordsyrische Stadt Aleppo werde "das Grab" sein, "wo die Träume und Hoffnungen dieses Mörders begraben werden". 

Die Türkei gehört zu den wichtigsten Unterstützern der Rebellen im syrischen Bürgerkrieg. Diese kontrollieren Teile Aleppos, laufen dort allerdings Gefahr, von der Außenwelt abgeschnitten zu werden.

Erst kürzlich hatte Assad dem türkischen Staatschef vorgeworfen, er habe Tausende Kämpfer in die Gefechte um Aleppo geschickt. Auch Russland hatte sich am Samstag diesen Vorwürfen angeschlossen.

"Werden jeden Flecken Syriens befreien"

Zugleich schwor Assad seine Anhänger auf einen Sieg über die Gegner des Regimes ein. "Das Blutvergießen wird nicht enden, bis wir den Terrorismus an seinen Wurzeln ausgerottet haben", sagte er vor dem neu gewählten syrischen Parlament. Die Wahl fand nur in den Teilen des Landes statt, die unter der Kontrolle des Assad-Regimes stehen.

Wie die Armee die historische Oasenstadt Palmyra befreit habe, "werden wir jeden Flecken Syriens befreien. Wir haben keine Wahl, außer den Sieg", sagte der syrische Präsident.

Offensive in Rakka und Aleppo

Assads Rede fiel zeitlich zusammen mit der Offensive seiner Armee auf die von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gehaltene Stadt Rakka, die die Extremisten zu ihrer Hauptstadt und dem Sitz ihres Kalifats ernannt haben. Regierungssoldaten haben ferner alle von Rebellen kontrollierten Viertel der einstigen Wirtschaftsmetropole Aleppo im Nordwesten Syriens umzingelt.

Als Assad in den Parlamentssaal trat, standen Abgeordnete auf und sangen "Unsere Seele, unser Blut opfern wir für Dich, Baschar". Assads Rede war zugleich seine erste öffentliche Aussage seit Januar. Darin dankte er unter anderem China, mit einem Veto im UN-Sicherheitsrat Monate nach Beginn des Bürgerkriegs Sanktionen gegen Syrien verhindert zu haben.

Keine Aussicht auf Frieden

Auch dankte Assad Russland, dem Iran und der libanesischen Hisbollah-Miliz für ihre Unterstützung im Kampf gegen verschiedene Rebellenfraktionen und den IS. Die drei sind seine Hauptverbündeten in dem seit 2011 andauernden Konflikt.

Indirekte Friedensgespräche unter Vermittlung der UN haben bisher keine Fortschritte gebracht. Die Opposition war aus Protest aus der Schweiz abgereist, nachdem die Gewalt trotz eines Waffenstillstandes wieder deutlich zugenommen hatte.

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