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USA: Vorwürfe gegen Türkei - Säuberungen in Armee behindern Kampf gegen IS

Schwere Vorwürfe gegen Türkei  

USA: Säuberungen behindern Kampf gegen den IS

29.07.2016, 16:44 Uhr | rtr, t-online.de

USA: Vorwürfe gegen Türkei - Säuberungen in Armee behindern Kampf gegen IS. Der türkische Luftwaffenstützpunkt Incirlik: Von hier aus fliegen die US-Streitkräfte Einsätze gegen den IS in Syrien. (Quelle: dpa)

Der türkische Luftwaffenstützpunkt Incirlik: Von hier aus fliegen die US-Streitkräfte Einsätze gegen den IS in Syrien. (Quelle: dpa)

Die USA haben der Türkei vorgeworfen, dass die von Präsident Erdogan forcierten Säuberungen in der Armee den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) behindern.

"Viele unserer Gesprächspartner sind entlassen oder verhaftet worden", beklagte Geheimdienstdirektor James Clapper. Dies sei zweifellos ein Rückschlag und erschwere die Zusammenarbeit mit dem Nato-Staat. Betroffen von den Säuberungen sei der gesamte Sicherheitsapparat.

Einsätze gegen den IS von Incirlik aus

Nach dem gescheiterten Putsch sind fast 1700 Armeeangehörige unehrenhaft entlassen worden, darunter etwa 40 Prozent der Admiräle und Generäle. Ein Drittel der insgesamt 360 Generäle ist festgenommen worden. Die USA fliegen vom türkischen Luftwaffenstützpunkt Incirlik aus Einsätze gegen den IS in Syrien und im Irak. Auch die Bundeswehr nutzt die Basis.

Der US-Geheimdienst CIA unterhält einen Stützpunkt in der Türkei, von der aus er mutmaßlich gemäßigte syrische Aufständische unterstützt. Zudem gibt es amerikanische Horchposten in dem Land sowie ein Frühwarnradar für ein europäisches Raketenabwehrsystem. 

Dennoch gibt es zwischen den beiden Staaten Spannungen: So haben US-Vertreter beklagt, dass die türkisch-syrische Grenze für IS-Kämpfer nicht geschlossen sei.

Türkisches Militär beschließt Beförderungen

Derweil wurden in der Türkei im Zuge der angekündigten Neuausrichtung der Armee 99 Oberste zu Generälen beziehungsweise Admirälen befördert, wie das Militär mitteilte. Gleichzeitig wurden 48 Generäle in den Ruhestand verabschiedet. 

Erdogan billigte die Entscheidungen des Obersten Militärrates, der einmal im Jahr zusammenkommt und dabei auch wichtige Personalentscheidungen trifft. Der Chef der Streitkräfte, Hulusi Akar, sowie die Kommandeure von Heer, Marine und Luftwaffe behalten ihre Posten, wie Erdogans Sprecher bereits zuvor bekanntgegeben hatte.

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