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Syrien-Konflikt: Dschihadisten starten Offensive in Aleppo

Von Assads Truppen eingekesselt  

Dschihadisten starten Offensive im Süden Aleppos

01.08.2016, 12:29 Uhr | dpa, AFP, rtr

Syrien-Konflikt: Dschihadisten starten Offensive in Aleppo. Islamistische Rebellen sind in Aleppo von Regierungstruppen eingekesselt. (Quelle: Reuters)

Islamistische Rebellen sind in Aleppo von Regierungstruppen eingekesselt. (Quelle: Reuters)

Islamistische Rebellen haben im syrischen Aleppo eine Offensive gestartet, um die Belagerung durch Regierungstruppen von Machthaber Baschar al-Assad zu durchbrechen. Beim Versuch, blockierte Versorgungsrouten in die östlichen Stadtteile wieder freizukämpfen, kam es zu heftigen Feuergefechten mit den Truppen Assads.

Beteiligt an der neuen Offensive sind auf Rebellenseite die einflussreiche Islamistengruppe Ahrar al-Scham sowie weitere Dschihadisten wie die frühere Al-Nusra-Front, die sich nun Fateh-al-Scham-Front nennt.

Fateh al-Scham habe zwei Angriffe mit Autobomben gegen Stellungen der Regierungstruppen und ihrer Verbündeten in dem Vorort Raschidin im Südwesten geführt, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Beide Parteien lieferten sich demnach heftige Kämpfe. Durch Rebellenangriffe auf das von Regierungstruppen kontrollierte Viertel Hamdanije seien elf Zivilisten getötet worden, darunter drei Kinder. Die Regierung bestätigte in den staatlichen Medien die Angriffe. Diese seien aber zurückgeschlagen worden. 

Luftangriffe fortgesetzt

In Aleppo selbst setzte die syrische Luftwaffe ihre Angriffe auf Rebellenviertel im Osten der Stadt fort. Zuvor hatten sowohl Damaskus als auch Moskau angekündigt, man werde weitere Hilfskorridore öffnen.

Vor gut zwei Wochen hatten die syrische Armee und ihre Verbündeten die letzte Versorgungsroute in die Rebellenviertel Aleppos gekappt. Internationale Hilfsorganisationen warnen vor einer humanitären Katastrophe.

Russischer Helikopter abgeschossen

Am Wochenende verließ nach Angaben der syrischen und russischen Regierung eine größere Zahl von Zivilisten die belagerten Rebellenviertel über sogenannte sichere Korridore. Zwischen 250.000 und 300.000 Menschen sind im Ostteil der Stadt nach UN-Angaben eingeschlossen.

Ein russischer Militärhubschrauber vom Typ Mi-8 wurde derweil in der nordsyrischen Provinz Idlib vom Boden aus getroffen und stürzte ab. Das teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. An Bord seien drei Mann Besatzung und zwei andere russische Offiziere gewesen. Nach Angaben des Kreml sind alle bei dem Absturz ums Leben gekommen.

Die Soldaten hätten Hilfsgüter nach Aleppo gebracht und seien auf dem Rückflug in die Luftwaffenbasis Hamaimim gewesen. Zuletzt war Anfang Juli ein syrischer Kampfhubschrauber mit russischen Soldaten in Syrien abgeschossen worden.

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