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Assad will in Aleppo Fakten schaffen

Kämpfe während Verhandlungen  

Assad will in Aleppo Fakten schaffen

04.09.2016, 19:44 Uhr | dpa

Assad will in Aleppo Fakten schaffen. War einst eine blühende Stadt in Syrien: Aleppo. (Quelle: Reuters)

War einst eine blühende Stadt in Syrien: Aleppo. (Quelle: Reuters)

Während die USA und Russland um eine Lösung für ein Ende der Gewalt in Syrien ringen, versucht das Regime von Machthaber Baschar al-Assad Fakten zu schaffen. Die syrische Armee griff die Rebellen in der geteilten Stadt Aleppo erneut an.

Assads Einheiten rückten am Sonntag südlich der geteilten Metropole vor und schnitten so den Versorgungskorridor in die Rebellengebiete im Ostteil der Stadt ab - und zwar angeblich mit russischer Unterstützung. Das teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit.

Damit schafft die Regierung auf dem Schlachtfeld Fakten, die die Verhandlungen zwischen den USA und Russland über eine Waffenruhe in Syrien beim G20-Gipfel in China beeinflussen dürften.

300.000 Menschen abgeschnitten

Regimetruppen hatten die Aufständischen im Osten der Stadt, indem sich etwa 300.000 Menschen aufhalten sollen, bereits Mitte Juli eingekesselt. Einige Wochen später hatte ein islamistisch geführtes Rebellenbündnis vom Südwesten kommend aber den neuen Korridor freigekämpft.

Am Rande des G20-Gipfels in Hangzhou in China suchten unterdessen die USA und Russland eine Möglichkeit für ein Ende der Gewalt in dem Bürgerkriegsland. Trotz intensiver Verhandlungen war jedoch vorerst keine schnelle Lösung in Sicht, auch wenn US-Präsident Barack Obama eine Vereinbarung mit Russland nicht ausschloss.

Man sei aber noch nicht so weit, sagte Obama am Sonntag. Es gebe noch tiefe Meinungsverschiedenheiten. US-Außenminister John Kerry sagte, er werde am Montag mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow weiterverhandeln.

Russland bahnt Assad den Weg

"Wenn die Russen nicht Zugeständnisse machen, die Gewalt zu reduzieren und die humanitäre Krise zu lindern, wird es schwierig, die nächste Phase zu erreichen", sagte Obama.

Er verteidigte aber die Verhandlungen mit Moskau. "Unsere Gespräche mit den Russen sind der Schlüssel, denn wenn die Russen nicht wären, könnten Assad und sein Regime ihre Offensive nicht aufrechterhalten", sagte er. Die russische Luftwaffe bahnt mit ihren Angriffen den syrischen Regierungstruppen von Präsident Baschar al-Assad den Weg.

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