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Aleppo wieder unter Feuer - Waffenruhe in Syrien ist gescheitert

"Regime der Ruhe" am Ende  

In Syrien sprechen ab sofort wieder die Waffen

19.09.2016, 15:37 Uhr | rtr, dpa

Aleppo wieder unter Feuer - Waffenruhe in Syrien ist gescheitert. Aleppo unter Feuer: In Syrien hielt die Waffenruhe nicht lange vor. (Quelle: AP/dpa)

Aleppo unter Feuer: In Syrien hielt die Waffenruhe nicht lange vor. (Quelle: AP/dpa)

Die Waffenruhe in Syrien ist gescheitert: Regime und Rebellen beschuldigen einander, die Vereinbarung nicht eingehalten zu haben. Währenddessen kündigt die Türkei bereits die nächste Offensive an.

Um Mitternacht verstrich die Frist für das von der Armee ausgerufene "Regime der Ruhe", ohne dass eine Verlängerung bekannt wurde. Rebellenkommandeur Sakaria Malahifdschi sagte, die Waffenruhe sei "praktisch gescheitert und am Ende". Er habe auch keine Hoffnung, dass die für Aleppo bestimmten Hilfsgüter die belagerte Stadt noch erreichen könnten.

Gegenseitige Vorwürfe

Die Feuerpause habe nicht gehalten und ihr Ziel verfehlt, humanitäre Hilfe zu notleidenden Menschen zu bringen, sagte auch der führende syrische Regimegegner George Sabra. "Für uns war es Zeitverschwendung", sagte er weiter. Jede Verlängerung der Waffenruhe werde unglaubwürdig sein. Sabra ist Mitglied des Hohen Verhandlungskomitees (HNC), das die syrische Opposition bei den ausgesetzten Friedensgesprächen in Genf vertritt.

Die Regierung in Damaskus und die Rebellen haben sich in den vergangenen Tagen gegenseitig vorgeworfen, die Waffenruhe zu brechen. Zudem wurde sie von einem US-Luftangriff belastet, bei dem Dutzende syrische Soldaten ums Leben kamen.

Türkei rückt in Aleppo-Region vor

Während der Feuerpause sollten zwei Konvois Lebensmittel nach Aleppo bringen, wo im Osten der Stadt bis zu 275.000 Menschen von der Versorgung abgeschnitten sind. Die Lastwagen hängen jedoch an der türkisch-syrischen Grenze fest. Der für humanitäre Hilfe zuständige UN-Vertreter Stephen O'Brian ist enttäuscht. Es schmerze ihn, dass die Hilfe ihr Ziel nicht erreicht habe. Den UN zufolge hat die syrische Regierung weder Sicherheitsgarantien gegeben noch Genehmigungen für eine Weiterreise erteilt.

Die USA und Russland hatten sich vor etwa einer Woche auf ein Ende der Kämpfe in dem seit mehr als fünf Jahren anhaltenden Bürgerkrieg verständigt. Dies galt als Chance zur Versorgung der Bevölkerung und für Verhandlungen über einen dauerhaften Frieden.

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat gleichzeitig eine neue Offensive auf eine von der Terrormiliz Islamischer Staat gehaltene syrische Stadt angekündigt. Syrische Oppositionskräfte, die die Türkei mit Truppen und Panzern unterstützten, wollten auf Al-Bab vorrücken, um Terroristen aus der Region zu vertreiben, sagte Erdogan. Al-Bab liegt in der nordsyrischen Provinz Aleppo.

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