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Ende der Waffenruhe: Hilfstransport bei Aleppo beschossen

Ende der Waffenruhe in Syrien  

Hilfstransport bei Aleppo von Kampfjets getroffen

19.09.2016, 22:12 Uhr | rtr, AFP

Ende der Waffenruhe: Hilfstransport bei Aleppo beschossen. Zerstörte Gebäude im Stadtteil Waer in der syrischen Stadt Homs. (Quelle: Reuters)

Zerstörte Gebäude im Stadtteil Waer in der syrischen Stadt Homs. (Quelle: Reuters)

Kurz nach dem von der syrischen Regierung erklärten Ende der Waffenruhe ist die Stadt Aleppo nach Oppositionsangaben heftig unter Beschuss geraten. Auch ein Hilfskonvoi für die belagerte Stadt ist demnach von Kampfjets getroffen worden.

Der Angriff syrischer oder russischer Flugzeuge habe sich am späten Montagabend in der Nähe von Urm al-Kubra westlich von Aleppo ereignet. Etwa 20 Laster seien getroffen worden. Sie hätten Hilfsgüter im Auftrag einer internationalen Organisation transportiert. Mehrere Menschen seien schwer verletzt worden. Das syrische Militär äußerte sich zunächst nicht zu dem Zwischenfall.

Außerdem hätten syrische oder russische Kampfjets Angriffe auf Rebellen-Gebiete im Zentrum und Dörfer westlich der Stadt geflogen, teilte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Dabei habe es zahlreiche Tote und Verletzte gegeben. Russland unterstützt Syrien im Kampf gegen Aufständische. 

Auch ein Sprecher der Rebellen berichtete von heftigen Angriffen auf Aleppo. Dabei würden alle Arten von Waffen eingesetzt. "Es ist richtig schlimm", sagte er.

Mehr als 300 Verstöße meldet die Regierung

Die syrische Armee hatte die seit Tagen geltende Waffenruhe mit der Begründung beendet, dass "bewaffnete terroristische Gruppen" sich nicht an die Umsetzung der Abmachung gehalten hätten, wie die Armeeführung nach Angaben der staatlichen syrischen Nachrichtenagentur Sana mitteilte. In verschiedenen Gebieten habe es mehr als 300 Verstöße gegen die Waffenruhe gegeben. Syriens Armee habe dagegen größte Zurückhaltung an den Tag gelegt.

Die am 12. September in Kraft getretene Waffenruhe sei von den Aufständischen "in keinem einzigen Punkt eingehalten worden", so die Armeeführung weiter. 

Angriff verurteilt

Präsident Baschar al-Assad bezeichnete den von den USA geführten Angriff auf die syrischen Truppen bei Deir al-Sor am Sonntag als "unverhohlene Aggression". Der Vorfall zeige eine wachsende Unterstützung für die Terroristen durch Staaten, die Syrien feindlich gesinnt seien, sagte er bei einem Treffen mit Irans Vizeaußenminister in Damaskus. 

Bei dem Angriff waren nach russischen Angaben Dutzende syrische Soldaten getötet worden. Ansari sicherte Assad jede Hilfe seines Landes im Kampf gegen seine islamistischen Gegner zu. Assad und seine Verbündeten bezeichnen die Rebellen als Terroristen.

Waffenruhe sollte Schritt zum Frieden sein

Nach den zunächst vereinbarten sieben Tagen Waffenruhe sollte eigentlich die nächste Stufe der Vereinbarung zwischen den USA und Russland umgesetzt werden. Diese sah vor, dass beide gemeinsam und koordiniert gegen Terrorgruppen vorgehen, etwa die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) oder die Fatah-al-Scham-Front (früher: Al-Nusra), die eng mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbunden ist.


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