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Syrien-Krieg: Assads Luftwaffe nimmt Aleppo unter Beschuss

Kein Waffenstillstand  

Syrische Luftwaffe nimmt Aleppo unter Beschuss

23.09.2016, 14:00 Uhr | AP, AFP, dpa

Syrien-Krieg: Assads Luftwaffe nimmt Aleppo unter Beschuss. Ein Mann trägt ein bei den Luftschlägen verletztes Kind aus den Trümmern. (Quelle: Reuters)

Ein Mann trägt ein bei den Luftschlägen verletztes Kind aus den Trümmern. (Quelle: Reuters)

Nach den erneut gescheiterten Verhandlungen über eine Waffenruhe in Syrien hat die Luftwaffe von Machthaber Baschar al-Assad damit begonnen, Rebellengebiete in Aleppo zu bombardieren.

In der Nacht sowie am frühen Freitagmorgen habe es mindestens 30 Luftangriffe auf die Stadt im Norden Syriens gegeben, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Russland unterstützt syrische Luftwaffe

In der umkämpften Stadt seien auch Gebäude der zivilen Hilfsorganisation der Weißhelme bei den Luftangriffen getroffen worden. Die Organisation war gerade erst für ihre Arbeit mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet worden.

Die syrische Luftwaffe werfe Fassbomben über Aleppo ab, und Russland unterstütze die Verbündeten mit Luftangriffen. Im Bezirk Fardus wurden nach Angaben der Beobachtungsstelle zehn Zivilisten getötet und Dutzende weitere verletzt. 

Das syrische Militär hatte zuvor neue Offensiven auf die von Rebellen gehaltenen Vierteln im Osten der Stadt angekündigt.

Bewohner sollten sich "von den Positionen der terroristischen Gruppen" fernhalten, hieß es in einer von der staatlichen Nachrichtenagentur Sana verbreiteten Erklärung. Zivilisten, die in den von der Regierung gehaltenen Westteil der Stadt übersiedeln wollten, würden nicht festgenommen.

Ein Aktivist in Aleppo beschrieb die Situation als sehr schlecht. Die ganze Stadt bebe wegen der Bombeneinschläge. Rebellen verbreiteten in sozialen Netzwerken Durchhalteparolen wie "Beschießt uns, hungert uns aus (...), egal was ihr macht, wir bleiben hier".

Ungeachtet dieser zugespitzten Lage vereinbarten US-Außenminister John Kerry und sein russischer Kollege Sergej Lawrow für den heutigen Freitag weitere Gespräche, um eine Lösung für den seit 2011 währenden Konflikt zu finden.

Verhandlungen um Waffenruhe vorerst gescheitert

Zuvor war eine diplomatische Initiative der aus mehr als 20 Staaten bestehenden Syrien-Unterstützergruppe gescheitert. Die syrische Armee hatte am Montagabend eine von Russland und den USA ausgehandelte Waffenruhe nach sieben Tagen für beendet erklärt.

Während Kerry sagte, er sei "frustrierter" als am Tag zuvor, antwortete sein russischer Kollege Lawrow auf die Frage, ob es eine Vereinbarung gebe, deutlich: "Nichts ist passiert." Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier berichtete von einer "sehr offenen, sehr kontroversen" Diskussion innerhalb der Gruppe. Normalerweise ist das eine Umschreibung dafür, dass gegenseitig massive Vorwürfe erhoben wurden.

Mit den Luftangriffen bereitet die syrische Armee offenbar eine Bodenoffensive vor, um den Osten der zwischen Regierungstruppen und Rebellen geteilten Stadt zurück zu erobern.

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