Sie sind hier: Home > Politik > Ausland > Krisen & Konflikte >

Syrien: Erneut massive Luftangriffe auf Rebellen in Aleppo

Lage in Aleppo ist verheerend  

Erneut massive Luftangriffe auf Rebellen

24.09.2016, 09:44 Uhr | AP, rtr

Syrien: Erneut massive Luftangriffe auf Rebellen in Aleppo. Der von Rebellen gehaltene Stadtteil Aleppos, Tariq al-Bab, nach den jüngsten Luftangriffen. (Quelle: Reuters)

Der von Rebellen gehaltene Stadtteil Aleppos, Tariq al-Bab, nach den jüngsten Luftangriffen. (Quelle: Reuters)

Das Sterben in Aleppo geht weiter. Die Lage der Menschen wird immer verzweifelter. Bei den Angriffen in der Provinz Aleppo wurden nach Angaben ziviler Helfer, der Weißhelme, mindestens 93 Menschen getötet. Darunter offenbar auch viele Zivilisten.

Der schwere Beschuss der Rebellengebiete dauerte den zweiten Tag in Folge an. Ein Aktivist in Aleppo beschrieb die Situation als verheerend. Die ganze Stadt bebe als Folge der Einschläge. Die Armee des syrischen Regimes habe Brandbomben und die international geächtete Streumunition eingesetzt. Die von Russland unterstützte syrische Armee bezeichnete die Bombardements als Auftakt einer Offensive, in die auch Bodentruppen eingreifen würden.

Der Sprecher der syrischen Weißhelme, Ibrahim Alhadsch, sagte, drei Zentren seiner Organisation seien bombardiert worden. Auch Krankenwagen und ein Feuerwehrauto seien beschädigt worden. Die Bomben fielen sehr dicht. Die Regierungstruppen nähmen die am Donnerstag mit dem alternativen Nobelpreis geehrten Weißhelme offenbar direkt ins Visier.

Diplomatie ist festgefahren

Russlands Außenminister Sergej Lawrow sagte, ein neuer Waffenstillstand sei nur sinnvoll, wenn die USA die gemäßigten Rebellen dazu brächten, sich von der radikalislamischen Dschabhat Fatah al-Scham zu trennen, der früheren Nusra-Front.

Wer jetzt darauf bestehe, das zuerst humanitäre Hilfe geleistet werde, habe nicht vor, "den politischen Prozess voranzubringen". Geheimdienstleute aus Russland und den USA könnten die Stellungen der Nusra-Front schnell identifizieren. Dass die USA eine solche Zusammenarbeit ablehnten, sei verdächtig. Die USA bestehen auf einer einwöchigen Waffenruhe, bevor es zu einer Zusammenarbeit mit Russland kommt.

Fast zwei Millionen ohne fließendes Wasser

Einwohner berichteten, die beiden Wasserdepots, die die Stadt versorgten, seien beschädigt worden - wie schwer und von wem genau, ist unklar. Die Lage der Menschen wird immer verzweifelter. Das UN-Kinderhilfswerk Unicef erklärte am späten Freitagabend, in Aleppo seien fast zwei Millionen Menschen ohne fließendes Wasser. Es sei entscheidend für das Überleben der Kinder, dass alle Konfliktparteien ihre Angriffe auf die Wasserversorgung einstellten, schrieb Unicef.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Perfekt modischer Auftritt bei jedem Geschäftstermin
zum klassisch-coolen Blazer
Anzeige
Ihr Geschenk: Amazon Echo Show 5™
smart abstauben: bei kobold.vorwerk.de
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal