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Bürgerkrieg in Syrien: Ban Ki Moon nennt Aleppo ein "Schlachthaus"

UN über Lage in Aleppo  

"Stellen Sie sich ein Schlachthaus vor. Das hier ist schlimmer"

29.09.2016, 07:32 Uhr | dpa, AFP

Bürgerkrieg in Syrien: Ban Ki Moon nennt Aleppo ein "Schlachthaus". Die syrische Stadt Aleppo ist seit Tagen schwersten Luftangriffen ausgesetzt. (Quelle: Reuters)

Die syrische Stadt Aleppo ist seit Tagen schwersten Luftangriffen ausgesetzt. (Quelle: Reuters)

Die Lage in Aleppo wird immer dramatischer. Nach den massiven Luftangriffen der vergangenen Tage können die Krankenhäuser in der nordsyrischen Stadt kaum noch Verwundete versorgen. Drastische Worte für die fürchterliche Situation der Bewohner findet UN-Generalsekretär Ban Ki Moon.

"Stellen Sie sich ein Schlachthaus vor. Das hier ist schlimmer", sagte Ban vor dem UN-Sicherheitsrat in New York. Im Osten Aleppos wurden seit Freitag nach UN-Angaben mindestens 96 Kinder getötet, weitere 223 erlitten Verletzungen.

Heftigste Bombardements seit Beginn des Bürgerkriegs

Die Rebellengebiete im Osten der einstigen Handelsmetropole waren in den vergangenen Tagen den heftigsten Luftangriffen seit Beginn des Bürgerkriegs 2011 ausgesetzt. Geflogen werden sie von syrischen und russischen Kampfjets. Die USA drohten Russland mit dem Abbruch der Friedensgespräche, sollte das Land die Angriffe nicht stoppen. Syrien und Russland stufen die überwiegend islamistischen Aufständischen in Aleppo als Terroristen ein.

"Diejenigen, die immer zerstörerischere Waffen verwenden, wissen genau, was sie tun. Sie wissen, dass sie Kriegsverbrechen begehen", urteilte Ban. Angriffe auf Krankenhäuser seien "ein Krieg gegen die medizinischen Kräfte in Syrien". Das internationale Recht regele aber klar, dass medizinische Einrichtungen, Transporte und medizinisches Personal von Angriffen ausgenommen werden müssten.

300.000 Menschen eingeschlossen

Die strategisch und symbolisch wichtige Stadt Aleppo gehört zu den umkämpftesten Gebieten in Syrien. Anhänger des Regimes und ihre Verbündeten kontrollieren den Westen Aleppos, Rebellen den Osten. Dieser ist seit Wochen von der Außenwelt abgeschnitten. Dort sind bis zu 300.000 Menschen eingeschlossen. Wegen der Blockade fehlt es ihnen akut an Nahrungsmitteln, Trinkwasser und medizinischer Versorgung.

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