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USA beenden Gespräche über Waffenruhe in Syrien

Vorwürfe gegen Russland  

USA beenden Gespräche über Waffenruhe in Syrien

03.10.2016, 21:03 Uhr | AP

USA beenden Gespräche über Waffenruhe in Syrien. Endzeitstimmung im von den Rebellen gehaltenen Stadtteil al-Ansari in Aleppo nach den jüngsten Luftangriffen. (Quelle: Reuters)

Endzeitstimmung im von den Rebellen gehaltenen Stadtteil al-Ansari in Aleppo nach den jüngsten Luftangriffen. (Quelle: Reuters)

Die USA haben die Gespräche mit Russland über einen Waffenstillstand für Syrien eingestellt. Dies gab das Außenministerium in Washington bekannt.

Die USA hätten alles getan, um eine Übereinkunft zu treffen, um die Gewalt in dem Bürgerkriegsland zu beenden, hieß es in einer Mitteilung. Russland sei aber seinen Verpflichtungen nicht nachgekommen.

Zuvor hatten die USA immer wieder die Luftangriffe Russlands in Syrien kritisiert und Moskau unter anderem vorgeworfen, auch zivile Ziele in dem Bürgerkriegsland anzugreifen.

Abbruch schon angedroht

Außenminister John Kerry hatte schon in der vergangenen Woche angesichts der verheerenden Situation in der nordsyrischen Stadt Aleppo mit einem Abbruch der russisch-amerikanischen Gespräche gedroht. Noch am Morgen hatte Russlands Außenminister Sergej Lawrow laut Agentur Itar-Tass erklärt, es sei wichtig, die Übereinkunft mit den Amerikanern nicht scheitern zu lassen.

Russland hat nun die USA für das Scheitern der Verhandlungen über eine Waffenruhe verantwortlich gemacht. Washington habe das Abkommen vom September nicht erfüllt, sagte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Montagabend im Staatsfernsehen. Nun versuchten die USA, Russland die Verantwortung zuzuschieben.

"Washingtons Tatenlosigkeit hat dazu geführt, dass sich die Kämpfer neu formieren konnten, Waffen erhalten haben und ihre Ressourcen mobilisiert haben", meinte Sacharowa. 

Heftigste Bombadierungen seit Beginn des Bürgerkriegs

Aleppo hatte in den vergangenen Tagen die heftigsten Bombardierungen der syrischen und russischen Luftwaffe seit Beginn des Bürgerkriegs im Jahr 2011 erlebt. Die Armee startete zugleich eine Offensive. Kritiker werfen Syrien und Russland vor, absichtlich Krankenhäuser ins Visier zu nehmen. Beide Länder weisen den Vorwurf zurück und erklärten, sie kämpften in Syrien gegen Terroristen. Eine landesweite Waffenruhe war im vergangenen Monat gescheitert.

Am Montag haben Kriegsflugzeuge erneut eines der größten Notfallkrankenhäuser in dem von Rebellen gehaltenen Teil der syrischen Stadt Aleppo angegriffen. Dieses Mal könne es aber nicht mehr gerettet werden, teilte Adham Sahlul von der syrisch-amerikanischen medizinischen Gesellschaft mit. Eine Bunker sprengende Bombe habe einen zehn Meter tiefen Krater am Eingang der Klinik hinterlassen. Mindestens drei Pflegemitarbeiter seien ums Leben gekommen.


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