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Syrien-Krieg: In Aleppo erobern Assad-Truppen Straße für Straße

Erbitterter Häuserkampf in Aleppo  

Assads Truppen erobern Straße für Straße

04.10.2016, 21:44 Uhr | AFP

Syrien-Krieg: In Aleppo erobern Assad-Truppen Straße für Straße. Dichter Qualm nach einem russischen Luftangriff in Aleppo. (Quelle: Picture Alliance / Abaca)

Dichter Qualm nach einem russischen Luftangriff in Aleppo. (Quelle: Picture Alliance / Abaca)

Rebellen und Regierungstruppen liefern sich im syrischen Aleppo weiter einen erbitterten Häuserkampf. Die diplomatischen Bemühungen von Russland und den USA sind vorerst gescheitert - und die Soldaten von Machthaber Baschar al-Assad erobern Straße für Straße.

Regierungstreue Einheiten "rücken Stück für Stück im Zentrum vor", sagte der Leiter der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman. Ihr Ziel sei die Einnahme der "großen Gebäude" ehemaliger Verwaltungssitze, "von wo aus sie die ganzen Viertel überwachen können".

Die Beobachtungsstelle beruft sich auf Informanten vor Ort, ihre Angaben sind von unabhängiger Seite schwer zu überprüfen.

Offensive mit russischer Unterstützung

Die syrischen Regierungstruppen hatten am 22. September mit massiver russischer Luftunterstützung eine Boden-Luft-Offensive gestartet. Die schweren Bombardements waren international auf scharfe Kritik gestoßen.

Die USA hatten angesichts der heftigen Kämpfe am Montag die Syrien-Gespräche mit Russland für beendet erklärt. Die Geduld mit den Russen sei "am Ende", hieß es aus dem Weißen Haus. Es gebe nichts mehr, "worüber die USA und Russland noch sprechen können", sagte der Sprecher Josh Earnest. Washington hatte bereits seit Tagen mit einem Abbruch gedroht, sollte Russland seine Luftangriffe auf Aleppo nicht einstellen.

UNO will weiter alles versuchen

Moskau bedauerte den Abbruch der Gespräche, wies jedoch Washington die Schuld zu. Die USA hätten sich nicht an die getroffenen Vereinbarungen gehalten, sagte Außenamtssprecherin Maria Sacharowa. Die USA und Russland hatten Anfang September eine Feuerpause für Syrien vereinbart, die jedoch nach nur einer Woche kollabiert war. Eine Serie von Gesprächen zwischen US-Außenminister John Kerry und seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow blieb ohne Ergebnis.

Ungeachtet des diplomatischen Rückschlags würden die Vereinten Nationen das syrische Volk "niemals dem Schicksal eines endlosen Gewaltkonfliktes überlassen", sagte der UN-Sondergesandte Staffan de Mistura in Genf. De Mistura zeigte sich "sehr enttäuscht" über den Abbruch der Gespräche. Die UNO werde aber trotzdem weiter "mit aller Kraft auf eine politische Lösung drängen" und zudem alles versuchen, um Hilfslieferungen zu den notleidenden Menschen zu bringen.

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