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Kampf um Aleppo: Syrien-Armee verkündet Begrenzung der Luftangriffe

Bewohner sollen Ost-Aleppo verlassen  

Syrische Armee verkündet Begrenzung der Luftangriffe

06.10.2016, 10:33 Uhr | rtr, AFP

Kampf um Aleppo: Syrien-Armee verkündet Begrenzung der Luftangriffe. Die syrische Metropole Aleppo steht unter schwerem Beschuss. (Quelle: dpa)

Die syrische Metropole Aleppo steht unter schwerem Beschuss. (Quelle: dpa)

Die syrische Armee reduziert nach eigenen Angaben die Zahl ihrer Luftangriffe auf das umkämpfte Aleppo. Die Angriffe aus der Luft und durch die Artillerie würden abgeschwächt, teilte das Militär mit. Zugleich rief die Armee Rebellen und Bewohner von Ost-Aleppo zum Verlassen der Metropole auf. Alle, die bleiben, würden sich ihrem "unausweichlichen Schicksal" ergeben.

Die Versorgungswege der Rebellen im Norden der Stadt seien abgeschnitten worden. Zudem habe das Militär Kenntnis über sämtliche Rebellenstellungen und Waffenlager in der Stadt.

Die Regierungstruppen waren zuvor in ein Rebellenviertel im Norden der Stadt vorgedrungen. Trotz des Abbruchs der Syrien-Gespräche laufen die diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Bürgerkriegs weiter auf Hochtouren.

"Schwere Gefechte, aber keine Luftangriffe"

Die genauen Hintergründe der überraschenden Ankündigung sind unklar. Die Armeeführung in Damaskus verwies auf die "Erfolge unserer Streitkräfte in Aleppo". Alle Versorgungsrouten in die Rebellenviertel im Osten der Stadt seien gekappt worden. Unklar ist auch, ob Syriens Verbündeter Russland seine Luftangriffe ebenfalls reduziert.

Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte rückten die Regierungstruppen am Mittwoch vom Stadtzentrum in das nördliche Viertel Bustan al-Bascha vor, das seit 2013 von Rebellen kontrolliert wird. "Es gibt schwere Gefechte, aber keine Luftangriffe, diese konzentrieren sich auf den südlichen Rand von Aleppo", sagte der Leiter der oppositionsnahen Organisation, Rami Abdel Rahmane.

Kerry ruft Lawrow an

Die Angaben der Beobachtungsstelle sind von unabhängiger Seite kaum zu überprüfen. Nach ihren Angaben wurden seit Beginn der Offensive der Regierungstruppen vor zwei Wochen 270 Menschen in den Rebellenvierteln getötet. Die USA hatten am Montag ihre Gespräche mit Russland über eine Feuerpause in Syrien für beendet erklärt. Das US-Außenministerium warf den russischen Verbänden und syrischen Regierungstruppen vor, zuletzt verstärkt auch zivile Ziele angegriffen zu haben, darunter auch das größte Krankenhaus in Aleppo.

Trotz des Abbruchs der Syrien-Gespräche rief US-Außenminister John Kerry am Mittwoch seinen russischen Kollegen Sergej Lawrow an. Das Telefonat bedeute jedoch kein schnelles Einlenken der US-Regierung, die bilateralen Gespräche über den Konflikt in Syrien blieben weiterhin ausgesetzt, betonte Kerrys Sprecher Mark Toner in Washington. Seinen Angaben zufolge führte Kerry auch Gespräche mit seinen Kollegen in Großbritannien, Frankreich, Deutschland, der Türkei und in Katar sowie mit Vertretern der EU.

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