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Russland warnt USA vor Luftangriffen in Syrien

Konfrontation geht weiter  

Russland warnt USA vor Luftangriffen in Syrien

09.10.2016, 18:37 Uhr | dpa, rtr

Russland warnt USA vor Luftangriffen in Syrien. Russische Flugabwehrraketen in Syrien. (Quelle: dpa/Archivbild)

Russische Flugabwehrraketen in Syrien. (Quelle: Archivbild/dpa)

Russland hat die USA erneut vor den Folgen möglicher Luftangriffe in Syrien gewarnt. Moskau habe Luftabwehrraketen zum Schutz seiner Streitkräfte und Stützpunkte in dem Bürgerkriegsland stationiert, sagte Außenminister Sergej Lawrow dem Staatsfernsehen.

Damit reagierte er auf Berichte über Rufe in den USA nach Attacken auf Luftwaffenbasen in Syrien. "Das ist ein sehr gefährliches Spiel", meinte Lawrow.

Die USA hatten vergangene Woche die Gespräche mit Russland über eine Waffenruhe in Syrien abgebrochen. Beide Seiten geben sich gegenseitig die Schuld für das Scheitern. Seitdem ist die Stimmung aufgeheizt.

Die USA fliegen an der Spitze einer internationalen Koalition Luftangriffe gegen den IS in Syrien. Moskau unterstützt die syrische Armee militärisch.

Russland für Frieden in Syrien - aber Streit um Flugverbot

Trotz der Differenzen mit dem Westen bekannte sich Russland aber zum Bemühen um ein Ende des Bürgerkrieges in Syrien. Die Regierung in Moskau wolle weiterhin eine langfristige Lösung erreichen, teilte das Außenministerium in Moskau am Sonntag mit.

Den französisch-spanischen Vorschlag für eine UN-Resolution habe Russland aber abgelehnt, weil er die Rebellen in der umkämpften Stadt Aleppo geschützt hätte, hieß es. Frankreich und Spanien hatten die Einstellung der Luftangriffe auf Aleppo und die Einrichtung einer Flugverbotszone gefordert, waren damit aber am Samstag im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen gescheitert.

Aber auch der kurz danach von Russland eingebrachte Vorschlag bekam nur vier Stimmen - deutlich weniger als die neun erforderlichen. Beide Resolutionsentwürfe forderten alle Beteiligten zu einer sofortigen Waffenruhe auf. Im russischen Entwurf fehlte allerdings die Forderung nach einem Ende aller Luftangriffe und militärischen Flüge über Aleppo.

Russland kritisierte, der französische Resolutionsentwurf sei einseitig und politisch motiviert gewesen. "Es wurde der explizite Versuch unternommen, durch ein Flugverbot in der Region Aleppo den Terroristen der Dschabat Al-Nusra und verbündeten Milizen Schutz zu gewähren", erklärte das Außenministerium in Moskau.

Im Norden Syriens nahmen am Wochenende die Kämpfe zwischen der IS-Miliz und von der Türkei unterstützten Rebellen zu.

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