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Syrien: Erdogan will Rakka ins Visier nehmen

Armee rückt vor  

Erdogan will Rakka ins Visier nehmen

27.10.2016, 16:37 Uhr | dpa

Syrien: Erdogan will Rakka ins Visier nehmen. Erdogan will bis nach Rakka vorrücken. (Quelle: AP/dpa)

Erdogan will bis nach Rakka vorrücken. (Quelle: AP/dpa)

Die türkische Armee will bei ihrer Operation in Nordsyrien nach den Worten des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan bis zur IS-Hochburg Rakka vorstoßen - und mahnt die USA, auf die kurdischen Milizen zu verzichten.

"Jetzt marschieren wir nach Al-Bab", sagte Erdogan in Ankara. "Dann wird der Kampf weitergehen. Danach werden wir uns Manbidsch und Rakka zuwenden." Er habe US-Präsident Barack Obama bei einem "langen Telefonat" eine gemeinsame Operation zur Befreiung Rakkas vorgeschlagen. "Das können wir gemeinsam mit Euch erledigen."

Kein Bedarf nach kurdischer Miliz

Erdogan sagte, er habe Obama deutlich gemacht, dass es keine Notwendigkeit gebe, die Kurden-Milizen der YPG bei einer solchen Operation in Rakka einzubinden. Die USA setzen beim Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) auf die YPG am Boden. Die türkische Armee geht in Nordsyrien sowohl gegen den IS als auch gegen die YPG vor. Bei der YPG handelt es sich um den syrischen Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK.

Auch der türkische Verteidigungsminister Fikri Isik wandte sich gegen eine Beteiligung der YPG. "Wir wollen, dass die USA in diesem Punkt ihre Haltung ändern", sagte Isik nach Angaben der Nachrichtenagentur DHA. "Sonst wird die Türkei nicht zögern, das Notwendige zu unternehmen." Mit Kräften aus der Region - besonders mit der Freien Syrischen Armee - gebe es ausreichend starke Alternativen.

Erdogan betonte erneut, man werde bei Entwicklungen in Syrien und im Irak, die die Türkei bedrohen könnten, niemals tatenlos bleiben. Mit Blick auf die Sindschar-Region im Irak warnte er: "Sindschar ist auf dem Weg, das neue Kandil zu werden." Das könne nicht erlaubt werden. Im nordirakischen Kandil hat die PKK ihr Hauptquartier.

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