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Großoffensive in Syrien: Russland greift Idlib und Homs an

Großoffensive gestartet  

Russland greift Idlib und Homs an

15.11.2016, 14:39 Uhr | AP

Großoffensive in Syrien: Russland greift Idlib und Homs an. Angriffe auf den Nordwesten von Homs. (Quelle: Reuters)

Angriffe auf den Nordwesten von Homs. (Quelle: Reuters)

Russland geht in einer groß angelegten Operation gegen syrische Rebellen vor: Die Städte Idlib und Homs werden nach einer Feuerpause erneut massiv bombardiert.

Ziel seien vor allem Ausbildungs- und Waffenlager sowie Waffenfabriken extremistischer Gruppen in den Provinzen Homs und Idlib, sagte Verteidigungsminister Sergej Schoigu. Aktivisten meldeten zudem die Wiederaufnahme der seit Wochen ausgesetzten Luftangriffe auf Aleppo.

Ob dort ebenfalls die russische Luftwaffe im Einsatz war, sagte Schoigu nicht. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete allerdings, dass Marschflugkörper von russischen Kriegsschiffen im Mittelmeer auch in der gleichnamigen Provinz eingeschlagen seien. Zudem habe es Luftangriffe auf drei städtische Viertel von Aleppo gegeben.

Angeblich Fassbomben eingesetzt

Der Aktivist Baraa al-Halabi, der sich in den dortigen Rebellengebieten befindet, berichtete davon, dass Kampfflugzeuge Geschosse abgefeuert und Hubschrauber Fassbomben abgeworfen hätten. Solche Fassbomben soll die syrische Luftwaffe immer wieder in Rebellengebieten einsetzen. "Die Leute haben Angst. Das Bombardement ist heftig", schrieb Al-Halabi.

Mitte Oktober hatte Russland als Hauptverbündeter der syrischen Regierung um Präsident Baschar al-Assad bekanntgegeben, dass es seine Luftangriffe stoppen werde, um Rebellen und Unterstützern das Verlassen der Stadt zu ermöglichen. Die Rebellen lehnten das Angebot aber ab.

Nur wenige Stunden vor der Wiederaufnahme der Luftangriffe und vor Beginn der Großoffensive in Idlib und Homs hatten der russische Präsident Wladimir Putin und der designierte US-Staatschef Donald Trump unter anderem über eine engere Zusammenarbeit in Syrien gesprochen. Schoigu informierte Putin in einem Treffen in Moskau über die laufende Operation. Daran sei unter anderem der Flugzeugträger "Admiral Kusnezow" beteiligt, der im Oktober vor der Küste Syriens eingetroffen war.

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