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Syrien-Krieg: In Ost-Aleppo hat die Evakuierung begonnen

Lang erwarteter Abzug  

Zivilisten und Rebellen verlassen Ost-Aleppo

16.12.2016, 07:00 Uhr | AP , dpa , AFP

Syrien-Krieg: In Ost-Aleppo hat die Evakuierung begonnen. Zerstörte Gebäude in der nordsyrischen Stadt Aleppo.  (Quelle: dpa)

Zerstörte Gebäude in der nordsyrischen Stadt Aleppo. (Quelle: dpa)

Erste Konvois mit Zivilisten und Rebellenkämpfern haben am Donnerstag die syrische Stadt Aleppo verlassen. Damit begann der lang erwartete Abzug aus der letzten Rebellengegend in der umkämpften syrischen Stadt. Die Evakuierungen sind Teil eines Waffenruheabkommens.

Das Staatsfernsehen zeigte einen langen Konvoi von Rettungswagen und grünen Bussen, der aus dem Ostteil der Stadt herausfuhr und sich in Richtung eines ländlichen und von Rebellen gehaltenen Gebiets der Provinz Aleppo bewegte. Das russische Verteidigungsministerium meldete später einen zweiten Konvoi. 

Zuvor hatte eine massive Offensive der Armee die Oppositionskämpfer aus nahezu dem gesamten Osten Aleppos vertrieben, den sie seit 2012 kontrolliert hatten. Hunderte Zivilisten sind bei der Regierungskampagne zur Rückeroberung der Stadt getötet und Zehntausende vertrieben worden. Russland ist ein wichtiger Verbündeter des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad und unterstützt dessen Truppen seit über einem Jahr mit Luftangriffen.

Zweiter Konvoi unterwegs

Die erste Fahrzeugkolonne umfasste 13 Krankenwagen und 20 Busse, wie eine Sprecherin des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes sagte. Ob unter der ersten Gruppe auch Rebellen waren, war zunächst unklar. Allerdings meldete das russische Verteidigungsministerium später, dass ein zweiter Konvoi aus Rettungswagen und Bussen mit Zivilisten und Rebellenkämpfern Aleppo verlassen habe. Der von russischen Militäroffizieren begleitete Konvoi werde der gleichen Route aus der Stadt folgen, die der erste Konvoi genommen habe.

Der Abzug hatte bereits am Mittwoch stattfinden sollen, doch die dafür verabredete Feuerpause war am Morgen gebrochen worden und hatte die Evakuierung verhindert. 20 Busse und zehn Krankenwagen würden Rebellen am Donnerstag in die Provinz Idlib bringen, teilte das russische Militär mit. Die Regierung in Damaskus habe Sicherheitsgarantien für alle Rebellen gegeben, die Aleppo verlassen wollten. Die Russen beobachteten die Situation mit Drohnen, hieß es weiter.

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