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Russischer Botschafter erschossen: Sechs Festnahmen in der Türkei

Botschafter ermordet  

Sechs Festnahmen nach Attentat in der Türkei

20.12.2016, 11:32 Uhr | AP, rtr

Russischer Botschafter erschossen: Sechs Festnahmen in der Türkei. Andrej Karlow wurde in Ankara erschossen. (Quelle: AP/dpa)

Andrej Karlow wurde in Ankara erschossen. (Quelle: AP/dpa)

Nach dem tödlichen Anschlag auf den russischen Botschafter hat die türkische Polizei nach Angaben von Staatsmedien sechs Personen festgenommen.

Die Eltern, die Schwester und zwei weitere Verwandte des Attentäters seien in der westlichen Provinz Aydin in Gewahrsam genommen worden, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu . Der Mitbewohner des Attentäters in Ankara sei ebenfalls festgenommen worden.

"Vergesst nicht Aleppo, vergesst nicht Syrien"

Der russische Botschafter Andrej Karlow wurde am Montag erschossen, als er in der türkischen Hauptstadt eine Ausstellung eröffnete. Bei dem Angreifer handelt es sich dem türkischen Präsident Recep Tayyip Erdogan zufolge um einen 22-jährigen Polizisten, der nicht im Dienst war. Auf einem Video ist zu hören, wie der Angreifer ruft: "Vergesst nicht Aleppo, vergesst nicht Syrien".

Die Außenminister Russlands und der Türkei wollen ihre Anstrengungen im Kampf gegen den Terrorismus verstärken. Darüber seien sich Sergej Lawrow und Mevlüt Cavusgolu einig gewesen, erklärte das russische Außenministerium nach einem Telefonat der beiden. Am Dienstag sollten die Außen- und Verteidigungsminister Russlands, der Türkei und des Iran in Moskau über die Lage im syrischen Aleppo beraten.

UN verurteilt Tat

Der UN-Sicherheitsrat forderte, Urheber und Drahtzieher zur Rechenschaft zu ziehen. China nannte das Attentat einen "barbarischen Akt des Terrorismus." Die Türkei und Russland sahen in dem Anschlag einen Versuch, ihren Annäherungskurs zu torpedieren.

Der designierte Präsident Trump sagte, der Mord an Karlow stelle eine "Verletzung aller Regeln der zivilisierten Ordnung" dar.

Chinas Außenminister Wang Yi verurteilte das Attentat von Ankara. Die Volksrepublik sei zur Zusammenarbeit mit der Weltgemeinschaft bereit, um Russlands Bemühungen im Anti-Terror-Kampf zu unterstützen. In diesem Feld werde Peking die Kooperation mit Moskau verstärken, sagte Wang.

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