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Nato-Jets fangen russische Atombomber ab

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Vor der Nordseeküste  

Nato-Jets fangen zwei russische Atombomber ab

15.01.2018, 17:04 Uhr

Nato-Jets fangen russische Atombomber ab. Langstreckenbomber Tupolew-160: Zwei Jets dieses Typs wurden am Montag vor der Nordseeküste abgefangen. (Quelle: dpa/Leonid Batalov)

Langstreckenbomber Tupolew-160: Zwei Jets dieses Typs wurden am Montag vor der Nordseeküste abgefangen. (Quelle: Leonid Batalov/dpa)

Alarm vor der niederländischen Küste: Die Nato identifiziert zwei russische Überschallbomber in ihrem Luftraum. Die Tupolews können mit Atomwaffen bestückt werden.

Kampfflugzeuge der belgischen Luftwaffe haben bei einem Abfangmanöver über der Nordsee zwei russische Überschallbomber identifiziert. Die russischen Flugzeuge vom Typ TU-160 Blackjack seien in einem Gebiet unterwegs gewesen, das zum Überwachungsgebiet der Nato gehöre, teilten die belgischen Luftstreitkräfte mit.

Abfangjäger näherten sich mit Überschalltempo

Auch die eigenen Abfangjäger vom Typ F-16 seien bei dem Einsatz mit Überschallgeschwindigkeit geflogen. Nach Angaben des britischen Verteidigungsministerium wurden die russischen Bomber auch von Kampfflugzeugen der britischen Luftwaffe identifiziert.

Kampfflugzeuge aus Nato-Staaten fliegen jährlich Hunderte Einsätze zur Identifizierung und Überwachung russischer Flugzeuge, die im internationalen Luftraum unterwegs sind.

Bei den sogenannten Alarmstarts müssen die Piloten mit ihren Jagdflugzeugen innerhalb von wenigen Minuten in der Luft sein, um zum Beispiel durch Sichtkontakt festzustellen, ob von einem verdächtigen Luftfahrzeug eine Gefahr ausgeht.

Im September vergangenen Jahres hatte die russisch-weißrussische Militärübung "Sapad" für Unruhe unter den Nato-Staaten gesorgt. Dabei hatte sich etwa Litauen bei Russland über eine Verletzung seines Luftraums durch russische Militärflugzeuge während des Manövers beschwert.

Im Rahmen des "Sapad"-Manövers feuerten russische Truppen zudem im Süden Russlands bei Astrachan eine nachgerüstete Rakete des Typs Iskander-M ab, die ihr Ziel 480 Kilometer weiter auf einem Übungsplatz in Kasachstan traf. Die Iskander-Raketen können mit Atomsprengköpfen bestückt werden. Russland hat diese Waffen auch in der Ostsee-Exklave Kaliningrad stationiert.

Quelle:
- dpa

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