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Mittlerer Osten: USA verlegen Flugzeugträger als Warnung in Richtung Iran

Kriegsgefahr im Mittleren Osten  

USA verlegen Flugzeugträger und Bomber in Richtung Iran

06.05.2019, 08:45 Uhr | dpa, pdi

USA verlegen Kampfverbände in Nahen Osten (Quelle: Reuters)
USA verlegen Kampfverbände in Richtung Iran

Im Streit über Irans Atomprogramm hatten die USA Strafmaßnahmen gegen das Land ausgeweitet. (Quelle: Reuters)

Kriegsgefahr: Im Streit über Irans Atomprogramm hatten die USA bereits einen Flugzeugträger und Bomber in den Mittleren Osten verlegt. (Quelle: Reuters)


Die USA zünden im Konflikt mit dem Iran die nächste Eskalationsstufe. Ein Flugzeugträger und eine Bomberstaffel sind auf dem Weg in die Region. Es soll eine "unmissverständliche Botschaft" gesendet werden.

Die USA verlegen als militärische Warnung an den Iran den Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" und eine Bomberstaffel in den Mittleren Osten. Das teilte der Nationale Sicherheitsberater der Vereinigten Staaten, John Bolton, am Sonntag (Ortszeit) mit. Den genauen Ort der Stationierung ließ er offen: Bolton sprach lediglich von einer Verlegung in die Region, für die das Streitkräftekommando Centcom zuständig ist – dieses Gebiet reicht von Syrien im Westen bis Pakistan im Osten.

Der Flugzeugträger USS Abraham Lincoln in der Naval Station Norfolk. Die USA verlegen als militärische Warnung an den Iran den Flugzeugträger USS Abraham Lincoln und eine Bomberstaffel in den Mittleren Osten. (Quelle: imago images)Der Flugzeugträger USS Abraham Lincoln in der Naval Station Norfolk. Die USA verlegen als militärische Warnung an den Iran den Flugzeugträger USS Abraham Lincoln und eine Bomberstaffel in den Mittleren Osten. (Quelle: imago images)

Der als außenpolitischer Hardliner bekannte Sicherheitsberater begründete den Schritt mit "einer Reihe beunruhigender und eskalierender Anhaltspunkte und Warnzeichen", auf die man nun reagiere. Die USA wollten eine "klare und unmissverständliche Botschaft an das iranische Regime senden, dass jedem Angriff auf die Interessen der Vereinigten Staaten oder auf die ihrer Verbündeten mit unerbittlicher Kraft begegnet wird".

Die USA wollten keinen Krieg mit dem Iran, heißt es in der Stellungnahme Boltons. "Aber wir sind voll vorbereitet, auf jeden Angriff zu antworten, ob er von Stellvertretern, den islamischen Revolutionsgarden oder den regulären iranischen Streitkräften vorgetragen wird."

Die USA haben sich Ende vergangenen Jahres aus dem Atomabkommen mit dem Iran zurückgezogen. Im selben Zuge ließen sie alte Sanktionen wieder aufleben und verhängten noch dazu neue. Derzeit steht der Iran unter den schärfsten Sanktionen seiner Geschichte. Letzte Ausnahmen für Ölimporte aus dem Iran für die größten Bezieher wie China und Indien wurden vor wenigen Tagen aufgehoben.

Gefahr einer militärischen Auseinandersetzung

Experten befürchten, dass der Iran seinerseits aus dem Atomabkommen austreten oder die Straße von Hormus als wichtigsten Öllieferweg der Welt abriegeln könnte. Dann könnten auch Öltanker anderer Golfstaaten nicht mehr operieren. In einem solchen Fall würde die Gefahr einer militärischen Auseinandersetzung drastisch steigen.


Die USA werfen dem Iran eine ganze Reihe aggressiver Handlungen vor. Unter anderem soll das Land in Venezuela die Regierung von Nicolás Maduro unterstützen, den die Vereinigten Staaten als Usurpator betrachten und entmachtet sehen wollen. Auch hinter Konflikten in Syrien, im Jemen und im Gazastreifen vermuten die USA iranische Interessen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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