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Die Wiederauferstehung des John McCain

Republikaner bei US-Vorwahlen  

Die Wiederauferstehung des John McCain

09.01.2008, 22:01 Uhr | Von Peer Meinert, dpa

"Mac is back": Präsidentschaftskandidat McCain wird am Flughafen Waterford in Michigan empfangen"Mac is back": Präsidentschaftskandidat McCain wird am Flughafen Waterford in Michigan empfangen Der Mann ist 71, seine Haare sind weiß, man sieht ihm die Jahre an - nicht ohne Pikanterie, dass der "Washington Post" nach dem Vorwahl-Sieg John McCains gleich das Wort "Wiederauferstehung" einfällt. Schließlich haben flinke Kommentatoren den Mann noch vor ein paar Monaten politisch für tot erklärt.

Veteran setzt auf Sieg im Irak
"Mac is back", skandieren seine Anhänger nach dem überraschend deutlichen 39-Prozent-Sieg in New Hampshire. Ist McCain, der Vietnamkriegsveteran, der im Irak unbeirrbar auf einen militärischen Sieg setzt, der Mann, der ins Weiße Haus einziehen könnte?

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Nicht der erste Triumph in New Hampshire
"Heute Nacht haben wir dem Land gezeigt, wie ein Comeback aussieht", ruft der Senator seinen Fans zu. Experten meinen, ihm sei es besonders gut gelungen, unabhängige Wähler für sich zu mobilisieren. Doch der einstige US-Marineflieger, der über Vietnam abgeschossen wurde und Jahre lang in Hanoi in Gefangenschaft war, dürfte kaum vergessen haben, dass er schon einmal in New Hampshire einen Triumph gefeierte hatte - das war im Jahr 2000, der Gegner hieß damals George W. Bush. Gut 18 Prozentpunkte lag McCain damals vorn, das Weiße Haus wähnte er praktisch schon in Reichweite - bekanntlich ging die Geschichte anders aus.

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Nächste Wahl Heimspiel für Konkurrenten
Auch diesmal ist für den einstigen Offizier noch viel zu tun. "Der nächste Showdown ist am 15. Januar in Michigan", schreibt die "New York Times". Dort wartet eine ganz besondere Herausforderung: Michigan ist die Heimat seines schärfsten Rivalen Mitt Romney, dessen Vater dort Jahre lang Gouverneur war. Ein Heimspiel für Romney also.

Romney: Jugendlich, aber Mormone
Zwar ist der 60-jährige Romney nach der 32-Prozent-Niederlage in New Hampshire und der Schlappe vergangene Woche in Iowa angeschlagen. Doch der Multimillionär verfügt über beachtliche Geldreserven, die er weiterhin bereit ist, in seinen Wahlkampf zu pumpen. Weiterer Vorteil ist, dass er äußerlich überraschend jugendlich wirkt. Der große Unsicherheitsfaktor bei Romney: Er ist Mormone, das könnte viele potenzielle Anhänger abschrecken. Noch niemals in der US-Geschichte schaffte es ein Mormone ins Weiße Haus.

Nicht fromm genug - und auch nicht liberal genug
McCain hat ein anderes Kreuz zu tragen: Vielen Konservativen ist er nicht konservativ genug, vielen evangelikalen Christen nicht fromm genug - den Liberalen im republikanischen Lager ist er wiederum nicht liberal genug. "Das Rennen im Lager der Republikaner ist nochmals erheblich komplizierter geworden", meint ein US-Fernsehkommentator. Auch der streng-religiöse Mike Huckabee, der sich selbst als "christlicher Führer" präsentiert, kann nicht abgeschrieben werden.


Unberechenbar: Konkurrent Giuliani
Vor allem ist da noch Rudy Giuliani, der ehemalige New Yorker Bürgermeister spielt die Partie mit dem größten Risiko. Giuliani hat in seinem Wahlkampf um New Hampshire und Iowa einen großen Bogen gemacht und setzt stattdessen fast ganz auf die bevölkerungsreichen und politisch einflussreichen Staaten. Für ihn kommt die Stunde der Wahrheit erst am 29. Januar in Florida.

Das Erbe Bushs lastet schwer
Senator Rick Santorum sieht die Republikaner denn schon vor einem echten Dilemma: "Romney kann nicht gewinnen, Huckabee kann nicht gewinnen, McCain kann nicht gewinnen, Giuliani kann nicht gewinnen." Zu hart bläst den Republikanern derzeit der Wind ins Gesicht, zu schwer lastet das Erbe von Präsident George W. Bush. Und dann ist da auch noch Michael Bloomberg. Immer wieder wird gemunkelt, der steinreiche New Yorker Bürgermeister steige auch noch ins Rennen ein. Das Weiße Haus ist daher für McCain noch lange nicht in Reichweite - trotz seiner "Wiederauferstehung".

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