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Vorwahlen in USA: Demokraten Clinton und Obama versuchen Wogen zu glätten

Vorwahlkampf bei den US-Demokraten  

Clinton und Obama versuchen Wogen zu glätten

15.01.2008, 10:31 Uhr | AFP

Die demokratischen Präsidentschaftsbewerber Clinton und Obama versuchen die Wogen zu glätten (Quelle: imago images)Die demokratischen Präsidentschaftsbewerber Clinton und Obama versuchen die Wogen zu glätten (Quelle: imago images) Nach einem Streit über die angebliche Herabwürdigung der schwarzen US-Bürgerrechtsbewegung durch Hillary Clinton haben sich die New Yorker Senatorin und ihr parteiinterner Rivale Barack Obama um Glättung der Wogen bemüht. Clinton warb am Montag in New York um die Stimmen von Afroamerikanern. "Jedes Mal, wenn Du Dich für Gerechtigkeit einsetzt, stehst Du für den Geist von Dr. King", sagte sie. Obama sagte, der Vorwahlkampf dürfe nicht zu einem "Wie-Du-mir-so-ich-Dir" verkommen. Clinton, Obama und der demokratische Präsidentschaftsbewerber John Edwards sollen den Kampf um die Kandidatur am Dienstagabend in einer Fernsehdebatte fortsetzen.

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"Dann sind wir auf einer Seite"
Clinton sprach im New Yorker Stadtteil Manhattan vor Angestellten von Sicherheits- und Wachdiensten. "Wir stimmen in vielen Dingen nicht überein", sagte sie über ihr Verhältnis zu ihrem schärfsten innerparteilichen Widersacher. "Aber wenn es um die Bürgerrechte geht und das Recht auf Vielfalt, wenn es um unsere Helden geht - Präsident John F. Kennedy und Dr. King - dann sind Senator Obama und ich auf einer Seite." Laut "New York Times" sagte Obama bei einem Wahlkampfauftritt in Nevada, wo am Samstag die nächste Runde im Vorwahlkampf stattfindet, es stehe zu viel auf dem Spiel, um sich "mit derartigen Dummheiten aufzuhalten".

Skepsis im Obama-Lager
Hillary Clinton hatte sich energisch gegen den Vorwurf gewehrt, mit einer Aussage über King die Leistungen der schwarzen Bürgerrechtsbewegung herabgewürdigt zu haben. Sie selbst kämpfe seit Jahren für Bürger-, Menschen- und Frauenrechte. Martin Luther King habe sich an vorderster Front für Bürgerrechte eingesetzt. Das Lager ihres Rivalen Obama habe ihre Aussage absichtlich verdreht. Obama-Sprecher Bill Burton schenkte Clintons Rechtfertigung wenig Glauben: "Ihre Worte haben Menschen verletzt, und sie kann sie erklären, wie sie will", sagte er.

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Umstrittene Worte über Martin Luther King
Clinton hatte vor ihrem Überraschungssieg bei den Vorwahlen im Bundesstaat New Hampshire vergangene Woche erklärt: "Der Traum von Doktor King begann sich zu erfüllen, als Präsident Lyndon Johnson 1964 ein Gesetz zu Menschenrechten erlassen hat (...) Um das zu erreichen, brauchte es einen Präsidenten." Einige Schwarze sahen darin die Unterstellung, dass nur ein weißer Präsident dazu in der Lage gewesen wäre. Die Äußerungen hatten auch in South Carolina für Empörung gesorgt, wo viele Afroamerikaner leben und am 26. Januar Vorwahlen stattfinden.

"Er ist einer von uns"
Viele demokratische Afroamerikaner sind noch unsicher, ob sie bei der Präsidentschaftswahl im November Clinton oder Obama wählen sollen. "Wir mögen Hillary, aber wir mögen auch Obama, weil er einer von uns ist", sagt zum Beispiel die 68-jährige Mildred McGill in New York. Clinton Miller, ein 40-jähriger Pastor und Obama-Anhänger, sagt: "Das Gute ist: Egal, ob die Demokraten eine Frau oder einen Afroamerikaner als Kandidaten nominieren, Geschichte wird auf jeden Fall geschrieben."

Obama holt auf
Jüngsten Umfragen zufolge hat Clinton ihre Führungsposition landesweit behalten, Obama konnte den Vorsprung jedoch verringern. Beide errangen bislang jeweils einen Sieg bei Vorwahlen; die nächste Abstimmung steht am Samstag in Nevada an. Der US-Fernsehsender MSNBC will die TV-Debatte live im Internet übertragen.

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