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US-Soldaten im Irak: Ängste, Depressionen, akuter Stress

Amerikanische Irak-Kämpfer ausgelaugt  

Ängste, Depressionen, akuter Stress

06.04.2008, 11:37 Uhr | dpa

Situationen die Angst machen: US-Soldaten in einem Feuergefecht in Mosul (Foto: Reuters)Situationen die Angst machen: US-Soldaten in einem Feuergefecht in Mosul (Foto: Reuters) US-Soldaten, die mehrfach im Irak eingesetzt werden, leiden nach einem Bericht der "New York Times" auffallend häufig unter Stress- und Angstsymptomen. Unter den Truppen, die drei oder vier Mal an die Front kommen, zeigten über ein Viertel "Anzeichen von Ängsten, Depression oder akutem Stress", berichtete das Blatt in seiner Online-Ausgabe unter Berufung auf offizielle Untersuchungen der Armee über den psychischen Gesundheitszustand der Soldaten. Die Ergebnisse hätten Sorge und Alarm in der Führung der Streitkräfte ausgelöst, hieß es.

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Washington will Einsatzdauer senken

Zugleich berichteten US-Medien, US-Präsident George W. Bush wolle vermutlich bereits in Kürze die Einsatzdauer der Soldaten im Irak herabsetzen. Ziel sei es, den Irak-Einsatz von derzeit 15 auf 12 Monate zu senken. Dies stehe auch in Zusammenhang mit den Plänen der Militärs, die Truppenstärke in Afghanistan möglicherweise zu erhöhen.

Keine weitere Truppenreduzierung

Die Frage der psychischen Belastungen für die Truppe werde auch bei den Gesprächen des US-Oberbefehlshaber im Irak, General David Petraeus eine Rolle spielen, der diese Woche mit Bush in Washington zusammentrifft sowie vor dem US-Kongress über die Lage im Irak berichten wird. Dem Vernehmen nach habe Bush die Absicht, den Vorschlägen des Generals zu folgen und die Truppenstärke nach dem bereits beschlossen Abzug von 30.000 Mann bis zum Sommer nicht weiter zu reduzieren. Dies würde bedeuten, das nach wie vor etwa 140.000 US-Soldaten im Irak bleiben sollen, berichtete die "New York Times". +

Zu viele Einsätze machen krank

Wie das Blatt weiter schreibt, hätten seit der Invasion im März 2003 rund 513.000 US-Soldaten im Irak gedient, über 197.000 seien mehrfach stationiert gewesen. 53.000 Soldaten seien drei Mal oder noch häufiger in den Irak geschickt worden. Der Anteil der Soldaten, der mehrfach an die Front kommt, müsse in den nächsten Monaten weiter erhöht werden, schreibt das Blatt unter Berufung auf Militärs. 27 Prozent der Soldaten hätten nach dem dritten oder vierten Einsatz Angst- und Stresssymptome. Nach dem zweiten Irakeinsatz seien lediglich 18 Prozent betroffen, nach dem ersten Einsatz nur rund zwölf Prozent.


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