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USA: Rechtsextreme missbrauchen Wirtschaftskrise und Obama

Rechtsextreme in den USA horten Waffen  

Wirtschaftskrise und Obama führen zu Radikalisierung

15.04.2009, 14:03 Uhr | AFP

Mitglieder des "National Socialists Movement" in Michigan bei einer Versammlung (Foto: Reuters)Mitglieder des "National Socialists Movement" in Michigan bei einer Versammlung (Foto: Reuters)

In den USA missbrauchen Rechtsextreme einem Bericht zufolge die Wirtschaftskrise und die Wahl Barack Obamas zum ersten schwarzen Präsidenten des Landes, um für ihre Zwecke zu werben. "Der wirtschaftliche Abschwung und die Wahl des ersten afro-amerikanischen Präsidenten stellen einzigartige Antriebe für die Radikalisierung und Rekrutierung der Rechten dar", heißt es in einem vertraulichen Bericht des US-Ministeriums für innere Sicherheit.

Den Bericht hatte die US-Wissenschaftlervereinigung FAS auf ihrer Website veröffentlicht. Sorgen bereite derzeit, dass rechte Extremisten vermehrt Waffen kauften und lagerten.

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Auch allein agierende Extremisten denkbar

Mögliche Verschärfungen des Waffenrechts durch die neue demokratische Regierung, eine liberalere Einwanderungspolitik sowie die Rückkehr traumatisierter US-Soldaten aus dem Irak und Afghanistan könnten dem Ministeriumsbericht zufolge die Bildung rechter Terror-Gruppen fördern. Außerdem könnten diese Entwicklungen allein agierende Extremisten hervorbringen, die gewaltsame Anschläge planen.

Bedrohung "deutlicher als in den vergangenen Jahren"

Dem Ministerium liegen dem Bericht zufolge keine konkreten Anhaltspunkte vor, dass rechte Terroristen derzeit Anschläge planten. Die Bedrohung durch Einzelgänger und kleine Terroristengruppen sei aber "deutlicher als in den vergangenen Jahren".

Internet erleichtert Anschlagsplanung

Der Bericht hob zudem hervor, dass das Internet die Planung von Anschlägen erleichtere, da im Netz Anleitungen zum Bombenbau und zum Umgang mit Waffen zu finden seien. Außerdem biete das Internet Extremisten die Möglichkeit, Gleichgesinnte zu finden. Der Bericht nennt keine rechtsextremen Gruppen beim Namen, erinnert aber an den Anschlag von Oklahoma im Jahr 1995, bei dem der US-Veteran Timothy McVeigh 168 Menschen tötete.

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