Sie sind hier: Home > Politik > Ausland > USA >

CIA-Chef greift Ex-Vizepräsident Cheney an

USA  

CIA-Chef greift Ex-Vizepräsident Cheney an

15.06.2009, 10:10 Uhr | t-online.de, AFP

CIA-Direktor Leon Panetta (Foto: AP)CIA-Direktor Leon Panetta (Foto: AP)

CIA

-Chef Leon Panetta hat US-Präsident Barack Obama gegen Kritik an seiner Anti-Terror-Politik in Schutz genommen. Die Angriffe des früheren US-Vizepräsidenten Dick Cheney seien "gefährlich" und fast schon "Galgen-Politik", sagte der Geheimdienst-Chef in einem Interview für die neue Ausgabe des Magazins "The New Yorker".

Cheneys Äußerungen wirkten beinahe so, als wünsche er sich einen neuen Terrorangriff auf die USA, um seine Argumente anbringen zu können, so der frühere demokratische Abgeordnete, der unter Bill Clinton Stabschef des Weißen Hauses war . Auch Vizepräsident Joe Biden wies Cheneys Äußerungen als "falsch" zurück. "Ich glaube, unsere Einschätzung ist richtig", sagte Biden am Sonntag in der Talkshow "Meet The Press" im Fernsehsender NBC.


US-Sicherheitsberater Jones USA dank Obama sicherer
Guantánamo-Häftlinge Inselrepubliken nehmen Uiguren auf
"Krieg gegen Terror" "Es wird einfach nicht mehr gesat"
Immer informiert Der Newsticker von t-online.de
Mehr aktuelle Nachrichten

Cheney: Bushs Krieg gegen Terror eine "Erfolgsstory"

Cheney steht im Zentrum einer erbitterten Debatte um die unterschiedliche Haltung der Regierungen Bush und Obama im Anti-Terror-Kampf. Kürzlich hatte er Obama vorgeworfen, mit seiner Anti-Terror-Strategie die Risiken für die USA zu erhöhen. Nach Einschätzung des früheren Vize-Präsidenten war George W. Bushs Krieg gegen den Terror eine "Erfolgsstory", während die USA unter Obama wieder unsicherer geworden seien.

Aus dem Schatten ins Licht

Experten beobachten dabei Cheneys Wandel vom Mann im Schatten zum Mann im Licht der Öffentlichkeit mit Staunen: "Es war noch niemand so lautstark wie Cheney", sagt etwa der Historiker Julian Zelizer von der Universität Princeton. Zwar hätten eine Reihe führender US-Politiker ihre Entscheidungen rückwirkend zu rechtfertigen gesucht. Ein derart entschiedenes Auftreten wie bei Cheney aber sei ungewöhnlich.

Folterähnliche Verhörmethoden unter Bush hoch im Kurs

Cheney hält an der traditionellen Linie seiner Partei fest, dass der Krieg gegen den Terror eine neue Form des Konflikts ist und daher auch neuer Waffen bedarf - dazu sollten seiner Ansicht nach beispielsweise auch harsche Verhörmethoden wie das berüchtigte Waterboarding für Verdächtige gehören.


Mehr Nachrichten zum Thema Folter

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Letzte Chance auf Schnäppchen im Sale!
bei MADELEINE
Ulla Popkenbonprix.deOTTOhappy-sizetchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal