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Atomwaffen: USA veröffentlichen Anzahl

USA legen Zahl ihrer Atomwaffen offen

04.05.2010, 12:35 Uhr | apn, dpa, AFP, AFP , dapd , dpa

Atomwaffen: USA veröffentlichen Anzahl. Die USA haben Daten über ihr Waffenarsenal veröffentlicht: Im Bild eine bodenstationierte Rakete auf einer kalifornischen Basis. (Foto: Reuters)

Die USA haben Daten über ihr Waffenarsenal veröffentlicht: Im Bild eine bodenstationierte Rakete auf einer kalifornischen Basis. (Foto: Reuters)

Die USA verfügen nach eigenen Angaben über 5113 Atomsprengköpfe. Hinzu kommen Tausende, die zerstört werden sollen. Derartige Informationen hatte das Pentagon bislang immer als streng geheim eingestuft. Im Rahmen der UN-Konferenz zur Überprüfung des Atomwaffensperrvertrages veröffentlichte es nun erstmals eine Statistik über das eigene Waffenarsenal.

Eine grobe Zählung der Atomwaffen gibt es schon seit Jahren. Neu ist die Offenheit der US-Regierung damit. Seit 1961 hatten die USA keinerlei Zahlen mehr zu ihrem Atomarsenal bekannt gegeben.

Genaue Zahl der Waffen unbekannt

Dem US-Verteidigungsministerium zufolge sind bei den 5113 Sprengköpfen strategische - also Langstreckenwaffen - und solche für eine kurze Entfernung enthalten. Nicht eingerechnet seien jedoch die Sprengköpfe, die bereits zur Verschrottung vorgesehen seien. Tausende Waffen in Depots könnten jedoch theoretisch immer noch genutzt werden. Schätzungen zufolge besitzen die USA insgesamt zwischen 8000 und mehr als 9000 solcher Waffen. Zahlenmäßig am größten war das US-Atomarsenal 1967. Damals lagerten 31.255 Gefechtsköpfe in den Bunkern und Silos, fast das Sechsfache der jetzt gemeldeten Menge.

Neue Offenheit

US-Außenministerin Hillary Clinton sagte in New York, es sei im eigenen Sicherheitsinteresse, beim Atomprogramm so transparent wie möglich zu sein. Der Schritt zeige, dass die Regierung von Barack Obama die Verbreitung von Atomwaffen ernsthaft stoppen und die Zahl verringern wolle. "Vom heutigen Tag an, werden die USA die genau Zahl der Gefechtsköpfe in ihren Bunkern ebenso mitteilen wie die Zahl derer, die seit 1991 verschrottet wurden", sagte Clinton. Das sei "ein klares und unmissverständliches Signal für Offenheit". "Diese Transparenz ist im Interesse unserer nationalen Sicherheit, denn sie schafft Vertrauen und zeigt unseren guten Willen."

Weltweit über 20.000 Atomsprengköpfe

Mit der Veröffentlichung wollen die USA andere Länder bewegen, ebenfalls mehr Zahlen offenzulegen. So verrät China bislang sehr wenig über die Zahl seiner Atomwaffen. Experten gehen davon aus, dass es weltweit insgesamt mehr als 22.000 Atomsprengköpfe gibt.

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