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Hillary Clinton gerät nach Spendenpatzer unter Druck

Hillary Clinton unter Druck  

Clinton-Stiftung räumt Fehler bei Spenden ein

27.04.2015, 13:29 Uhr | AFP , AP

Hillary Clinton gerät nach Spendenpatzer unter Druck. Hillary Clinton gilt als große Favoritin für die US-Präsidentschaftskandidatur der Demokraten. (Quelle: Reuters)

Hillary Clinton gilt als große Favoritin für die US-Präsidentschaftskandidatur der Demokraten. (Quelle: Reuters)

Nach Patzern der Clinton-Stiftung bei Spenden gerät Hillary Clinton, demokratische Bewerberin für die US-Präsidentschaft, weiter unter Druck. Jetzt geht die "Clinton Foundation" aber in die Offensive und kündigt Korrekturen an.

Die Stiftung, die von Hillary und ihrem Mann, Ex-Präsident Bill Clinton, gegründet wurde, habe unabsichtlich Fehler bei ihren Finanzberichten gemacht, teilte die Wohltätigkeitsorganisation auf ihrer Website in einer ausführlichen Erklärung mit. Regierungszuschüsse seien fälschlicherweise mit anderen Spenden vermischt worden.

"Ja, wir haben Fehler gemacht, so wie viele Organisationen unserer Größe das tun, aber wir haben schnell gehandelt, um sie zu beheben", schrieb Stiftungsleiterin Maura Pally am Sonntag in einem Blog. Zudem seien Schritte ergriffen worden, damit das künftig nicht mehr passiere.

Die Stiftung werde einige ihrer Steuerformulare erneut einreichen, weil sie fälschlicherweise staatliche Zuschüsse und Spenden "kombiniert" habe, kündigte Pally an. Der Schritt erfolge nach einer externen Prüfung freiwillig. Das Gesamteinkommen der Stiftung und Zuschüsse seien korrekt in Finanzberichten ausgewiesen worden, stellte Pally zugleich klar.

Hillary zog sich aus Stiftung zurück

Die international aktive Wohltätigkeitsorganisation wurde 2011 vom früheren Präsidenten Bill Clinton ins Leben gerufen und warb seitdem knapp zwei Milliarden Dollar ein. Mit der Präsidentschaftskandidatur seiner Frau Hillary ist das Geschäftsgebaren ihrer Familienstiftung verstärkt in den Fokus geraten. Hillary Clinton hatte sich vor zwei Wochen aus der Stiftung zurückgezogen.

Vorwurf: Spenden gegen Gefälligkeiten

Vor der Bekanntgabe der Präsidentschaftskandidatur Clintons hatten Berichte für Aufsehen gesorgt, wonach die "Clinton Foundation" Geld von Ländern wie Saudi-Arabien, Katar, Oman und den Vereinigten Arabischen Emiraten erhalten hätte. Zuletzt kündigte die Stiftung an, nur noch von sechs westlichen Regierungen Spenden anzunehmen.

In dem bald erscheinenden Buch "Clinton Cash" wurde dann der Vorwurf laut, die Präsidentschaftskandidatin habe während ihrer Zeit als Außenministerin ausländischen Regierungen im Gegenzug für Spenden diplomatische Gefälligkeiten erwiesen. Buchautor Peter Schweizer hat dazu Spenden ausländischer Regierungen an die Stiftung unter die Lupe genommen, welche den Verdacht erhärten sollten. Konkrete Beweise führte er aber nicht an.

"Ablenkungen und Attacken"

Clinton wies die Anschuldigungen zurück. Es handele sich dabei nur um "Ablenkungen und Attacken" der Republikaner, die sie zu diskreditieren versuchten. Schweizer war Redenschreiber des früheren US-Präsidenten George W. Bush und Berater der erzkonservativen Vize-Präsidentschaftskandidatin von 2008, Sarah Palin.

Clinton hatte ihre Präsidentschaftsbewerbung Anfang April bekannt gegeben. Sie gilt als große Favoritin für die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten. Der Nachfolger von US-Präsident Barack Obama, der nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten darf, wird am 8. November 2016 gewählt.

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